Anzeige
30. Mai 2017, 16:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bis zu acht Jahre hinter Gitter

Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigt hohe Haftstrafen für drei Verantwortliche im Komplex um die Würzburger Frankonia (später: Deltoton) und deren CSA-Fonds wegen Untreue und Betrugs.

BGH Karlsruhe in Bis zu acht Jahre hinter Gitter

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe wertet die Entgegennahme der Ratenzahlungen als Betrug.

Das Gericht verwarf die Revisionen von drei Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Würzburg. Sie müssen demnach für acht Jahre, für sieben Jahre und drei Monate beziehungsweise für fünfeinhalb Jahre hinter Gitter (1 StR 466/16).

Dem jetzt veröffentlichten Beschluss des Gerichts vom 8. März zufolge waren Anlegergelder fehlverwendet worden, was die Verurteilungen wegen Untreue beziehungsweise Anstiftung und Beihilfe hierzu nach sich zog.

Ziel der Altersvorsorge

Daneben haben sich die Angeklagten auch des Betrugs schuldig gemacht, weil sie die Ratenzahler unter den Anlegern in Hinblick auf ihre künftige Einzahlungen nicht darüber informiert hatten, dass die Gelder anders als im Emissionsprospekt beschrieben verwendet worden waren und das Ziel der Altersvorsorge und des langfristigen Vermögensaufbaus nicht mehr erreichbar war.

Diese Information wäre aber notwendig gewesen, um den Ratenzahlern, “auch zukünfig eine aufgeklärte Disposition über ihr Vermögen zu ermöglichen”, so der BGH. Den Managern half auch nicht, dass sie mit einer solchen Information ihre vorherigen Straftaten hätten offenlegen müssen.

Die Angeklagten waren im Dezember 2014 verhaftet und im März 2016 vom Landgericht Würzburg verurteilt worden. In dem Prozess gegen ursprünglich fünf Angeklagte ging es darum, dass rund 25.000 Anleger um insgesamt rund 50 Millionen Euro geprellt worden sein sollen. (sl)

Foto: BGH/Joe Miletzki

 

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Berufstätige Frauen und Mütter stärken die Rentenversicherung

Eine deutlich stärkere Erwerbsbeteiligung von Müttern könnte die Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung bis 2050 um insgesamt rund 190 Milliarden Euro entlasten. Zugleich würde der Staat rund 13,5 Milliarden Euro an Steuerzuschüssen einsparen. Zudem würde das Rentenniveau steigen, bei niedrigeren Beiträgen. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Prognos-Instituts im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Immobilien

Hypoport erweitert Geschäftsbereiche durch Übernahme von FIO Systems

Die Hypoport AG übernimmt die Leipziger FIO Systems AG und erweitert damit ihr Leistungsspektrum. FIO Systems ist ein Spezialanbieter webbasierter Branchenlösungen für die Finanz- und Immobilienwirtschaft.

mehr ...

Investmentfonds

Hemmer neuer Vertriebs-Chef bei Carmignac

Der französissche Asset Manager Carmignac ernennt Nils Hemmer zum Country Head für Deutschland und Österreich. Mit Sitz in Frankfurt wird er im Juli die Leitung des deutschen und österreichischen Geschäfts übernehmen.

mehr ...

Berater

Prominente Unterstützung für Insurtech Ottonova

Der digitale Krankenversicherer Ottonova hat Seriengründer, Tech-Investor und TV-Star Frank Thelen (“Die Höhle der Löwen”) als Unterstützer gewonnen. Seine Beteiligungsfirma Freigeist Capital ist allerdings nicht direkt an Ottonova beteiligt.

mehr ...

Sachwertanlagen

“Sehr attraktives Marktumfeld mit historisch günstigen Schiffswerten”

Die Ernst Russ AG (vormals HCI Capital) hat das Geschäftsjahr 2017 mit Gewinn abgeschlossen und nach eigener Darstellung die strategische Neupositionierung erfolgreich fortgesetzt. Dazu zählen auch wieder Schiffe.

mehr ...

Recht

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...