Anzeige
5. Dezember 2017, 15:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DWS: Traditionsmarke geht an die Börse

Was der deutsche Sparer schätzt, kann für den internationalen Investoren nicht verkehrt sein: Die Deutsche Bank wird ihre mehr als 60 Jahre alte heimische Fondsmarke DWS künftig weltweit für die Vermögensverwaltung nutzen.

DWS: Traditionsmarke geht an die Börse

Auch nach dem Börsengang wird die Geschäftsführung der DWS weiterhin größtenteils in Frankfurt am Main sitzen.

Der Name Deutsche Asset Management, wie die Geldanlage-Sparte offiziell noch heißt, wird von kommendem Jahr an verschwinden.

Mit der Umbenennung bereitet sich die Vermögensverwaltung des Frankfurter Geldhauses auf ihren Börsengang vor, mit dem im kommenden Jahr gerechnet wird.

Auf einem Kapitalmarkttag in London rührte das Management um Nicolas Moreau am Dienstag die Werbetrommel bei Investoren. Erwartet wird, dass die Deutsche Bank ein Viertel ihrer Anteile an die Börse bringt.

Zwei Marken zu teuer

Das soll zum einen geschätzte zweieinhalb Milliarden Euro in die Kasse der Bank spülen, zum anderen der Vermögensverwaltung aber auch mehr Freiheiten eröffnen beim Gewinnen neuer Kunden.

Die Deutsche Bank hatte die DWS 1956 zusammen mit Partnern als Deutsche Gesellschaft für Wertpapiersparen gegründet. Die Fondsgesellschaft ist bei Privatkunden in Deutschland stark, international dagegen ist der Name weniger bekannt.

Das soll sich mit dem Börsengang ändern. Zwei Marken, so heißt es aus dem Umfeld der Deutschen Bank, wären am Ende zu teuer zu pflegen gewesen.

Deutsche Bank behält Kontrolle

Die Marke DWS signalisiert die Verbundenheit zum Heimatmarkt. Auch wird das Geschäft nach dem Börsengang weiterhin aus Frankfurt geführt.

Hier werden die meisten Mitglieder der Geschäftsführung samt deren Vorsitzenden Moreau sitzen. Der ehemalige Axa-Manager lenkt die Deutsche-Bank-Tochter seit gut einem Jahr und wird wie sein Team weiter im Amt bleiben.

Auch an anderer Stelle setzt die Deutsche Bank nach dem Börsengang auf Kontinuität. Durch eine besondere Rechtsform wird das Geldhaus bei der DWS das Zepter fest in der Hand halten.

Dazu wird die Vermögensverwaltung in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien umgewandelt. Diese vor allem bei börsennotierten Familienunternehmen beliebte Struktur erlaubt dem Alteigentümer eine weitgehende Kontrolle, auch wenn sein Anteil am Unternehmen sinken sollte.

Seite zwei: Starke Bindung zum Mutterhaus

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Berufstätige Frauen und Mütter stärken die Rentenversicherung

Eine deutlich stärkere Erwerbsbeteiligung von Müttern könnte die Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung bis 2050 um insgesamt rund 190 Milliarden Euro entlasten. Zugleich würde der Staat rund 13,5 Milliarden Euro an Steuerzuschüssen einsparen. Zudem würde das Rentenniveau steigen, bei niedrigeren Beiträgen. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Prognos-Instituts im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Immobilien

Hypoport erweitert Geschäftsbereiche durch Übernahme von FIO Systems

Die Hypoport AG übernimmt die Leipziger FIO Systems AG und erweitert damit ihr Leistungsspektrum. FIO Systems ist ein Spezialanbieter webbasierter Branchenlösungen für die Finanz- und Immobilienwirtschaft.

mehr ...

Investmentfonds

Hemmer neuer Vertriebs-Chef bei Carmignac

Der französissche Asset Manager Carmignac ernennt Nils Hemmer zum Country Head für Deutschland und Österreich. Mit Sitz in Frankfurt wird er im Juli die Leitung des deutschen und österreichischen Geschäfts übernehmen.

mehr ...

Berater

Prominente Unterstützung für Insurtech Ottonova

Der digitale Krankenversicherer Ottonova hat Seriengründer, Tech-Investor und TV-Star Frank Thelen (“Die Höhle der Löwen”) als Unterstützer gewonnen. Seine Beteiligungsfirma Freigeist Capital ist allerdings nicht direkt an Ottonova beteiligt.

mehr ...

Sachwertanlagen

“Sehr attraktives Marktumfeld mit historisch günstigen Schiffswerten”

Die Ernst Russ AG (vormals HCI Capital) hat das Geschäftsjahr 2017 mit Gewinn abgeschlossen und nach eigener Darstellung die strategische Neupositionierung erfolgreich fortgesetzt. Dazu zählen auch wieder Schiffe.

mehr ...

Recht

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...