26. Juli 2017, 18:19
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Finanzinvestor Cerberus steigt bei Commerzbank ein

Der Finanzinvestor Cerberus hat seinen erwarteten Einstieg als Großaktionär bei der Commerzbank wahr gemacht. Das Unternehmen hält einen Anteil von 5,01 Prozent und ist damit einer der größten Anteilseigner.

Finanzinvestor Cerberus steigt bei  Commerzbank ein

Der Finanzinvestor Cerberus ist bei der Commerzbank eingestiegen.

Cerberus hat seit Montag die Beteiligungsschwellen von drei und fünf Prozent überschritten und hielt zuletzt einen Anteil von 5,01 Prozent an dem teilverstaatlichten Dax-Konzern, wie aus zwei Stimmrechtsmitteilungen vom Mittwoch hervorgeht. Damit rückt Cerberus zu einem der größten Anteilseigner der Bank auf.

Der Aktie der Commerzbank verschaffte der Einstieg Rückenwind. Ihr Kurs legte nach den Nachrichten deutlich zu und lag am Nachmittag mit 1,43 Prozent im Plus bei 10,975 Euro.

Größter Anteilseigner der Bank mit zuletzt gut 15 Prozent ist der deutsche Staat, der das Geldhaus in der Finanzkrise 2008/2009 vor dem Untergang gerettet hatte. Eine weitere Beteiligung von über fünf Prozent hält der Commerzbank-Internetseite zufolge der Finanzinvestor Blackrock.

Commerzbank deutlich niedriger bewertet als die Konkurrenz

Die Marktkapitalisierung der Bank beläuft sich trotz einer deutlichen Erholung des Aktienkurses aktuell mit 13,8 Milliarden Euro nur auf etwa die Hälfte des Buchwerts. Die Commerzbank ist damit deutlich niedriger bewertet als die meisten ihrer Konkurrenten.

Der Aktienkurs der Bank war Mitte August 2016 auf das Rekordtief von 5,175 Euro abgestürzt, konnte sich aber inzwischen auf knapp 11 Euro erholen. Derzeit kosten die Papiere aber immer noch rund 97 Prozent weniger als im Sommer 2007, bevor die Weltfinanzkrise viele Bankenaktien nach unten riss.

Der geplante Einstieg von Cerberus war bereits Anfang Juli durchgesickert. Der Finanzinvestor ist unter anderem an der österreichischen Bank Bawag beteiligt. Zudem wird ihm ein Interesse an der HSH Nordbank nachgesagt. Diese muss auf Druck der EU von ihren Eigentümern Hamburg und Schleswig-Holstein verkauft werden. (dpa-AFX)

Foto: Commerzbank

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