15. Mai 2017, 10:01
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Die Flexi-Rente greift – und kaum einer weiß davon

Hohe Zustimmungswerte findet die Innovation auch bei Ökonomen. Jeder zweite befragte Volkswirt begrüßt das neue Angebot, 13 Prozent sind sogar für eine komplette Abschaffung des Rentenalters. Entscheidend bei jeder Flexibilisierung ist, dass die Belohnung für längere Arbeit auch genügend Anziehungskraft besitzt.

Schritt nach vorne

Die im Juli dann in der zweiten Etappe zur Verabschiedung kommende Flexi-Rente ist ein Schritt nach vorne.

Die Unionsparteien sollten ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen und in der Wahlkampagne für die Bundestagswahl deutlich machen, dass dies nur ein erster Schritt zur Liberalisierung ist.

Da nur ein Drittel der Arbeitnehmer überhaupt von der Flexi-Rente gehört hat, ist eine groß angelegte Informationskampagne eigentlich ein Gebot der Stunde. Die Vokabel “Ruhestand” passt so oder so gar nicht mehr in unsere Zeit.

Der Schweizer Publizist Ernst Reinhardt hat es so auf den Punkt gebracht: “Der Ruhestand bedeutet kein Stehenbleiben, sondern ein Weitergehen”. Dazu kann erfüllende Arbeit gehören, die sowohl dem Einzelnen wie der Gemeinschaft dient.

Prof. Dieter Weirich ist neben Klaus Morgenstern Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), einer in Berlin angesiedelten Denkfabrik für Generationengerechtigkeit, die von Unternehmen der Finanzwirtschaft getragen wird. Der gelernte Journalist und ehemalige Bundestagsabgeordnete war früher Intendant der Deutschen Welle, des deutschen Auslansdsrundfunks.

Foto: DIA

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1 Kommentar

  1. Flexirente – eine Farce. Mein Kollege, der in Rente geht, wollte halbtags in Flexi Rente weiterarbeiten. Die Firma erlaubt es nicht. Es gibt kein Recht darauf, alles nur Willkür der Industrie.

    Kommentar von Gast1234 — 17. November 2017 @ 22:04

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