24. Juli 2018, 11:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

UBS räumt weiteren Rechtsstreit beiseite – Einigung im ‘Trustee-Fall’

Die Schweizer Großbank UBS kann einen weiteren Rechtsfall im Zusammenhang mit hypothekenbesicherten Wertpapieren (RMBS) zu den Akten legen. Im sogenannten “Trustee-Fall” sei im Juli eine Einigung erzielt worden, schreibt die Bank in ihrem Bericht zum zweiten Quartal.

UBS räumt weiteren Rechtsstreit beiseite - Einigung im Trustee-Fall

Ob für die Einigung zusätzliche Rückstellungen nötig wurden, gibt die UBS nicht direkt bekannt.

Im Rahmen der Vereinbarung werde die Bank 850 Millionen US-Dollar bezahlen und die Angelegenheit damit abschließen. Ein signifikanter Teil des Betrages werde dabei aber von Drittparteien bezahlt, welche die UBS schadlos halten.

Die Einigung müsse noch vom zuständigen Gericht genehmigt werden, schreibt die UBS weiter. Eine erste im Jahr 2017 erzielte Vereinbarung, welche eine Zahlung von insgesamt 543 Millionen Dollar vorgesehen hatte, wurde nach der Ablehnung durch den Trust-Verwalter hinfällig.

Gewichtige Fälle noch nicht abgeschlossen

Ob für die Einigung zusätzliche Rückstellungen nötig wurden, gibt die UBS nicht direkt bekannt. Dem Geschäftsbericht ist allerdings zu entnehmen, dass die Bank im sogenannten Corporate Center (Non Core and Legacy Portfolio), in welchem die “Altlasten” verwaltet werden, zusätzliche Rückstellungen von 82 Millionen Franken vorgenommen hat.

Diese dürften größtenteils im Zusammenhang mit dem RMBS-Fall sein. Konzernweit wurden die Rückstellungen für Altlasten um 111 Millionen Franken erhöht und lagen damit per Mitte Jahr bei 2,44 Milliarden Franken.

Dies zeigt auch, dass noch immer gewichtige Fälle nicht abgeschlossen sind – dazu gehört etwa eine Einigung mit dem US-Justizministerium (DoJ) im RMBS-Fall, oder der Fall in Frankreich, wo der Bank wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung noch ein Prozess bevorsteht. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Banken:

EBA: Banken unzureichend auf harten Brexit vorbereitet

Deutsche Bank erzielt unerwartet hohen Gewinn – Aktie springt an

Überweisungen in Sekundenschnelle bald für Millionen Bankkunden

Ihre Meinung



 

Versicherungen

DISQ: Die besten Kfz-Versicherer

Und es gibt erhebliche Preis-Leistungs-Unterschiede in der Kfz-Versicherung. Im Idealfall lassen sich bis zu 80 Prozent einsparen. Das zeigt das neue DISQ-Rating unter 27 Kfz-Versicherern, darunter 19 Filial- sowie acht Direktversicherer. Drei Einzeltarife erhielten ein „sehr gut“. Auf Platz eins kamen der Marktführer HUK-Coburg und  der Direktversicherer CosmosDirekt.

mehr ...

Immobilien

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Investmentfonds

Clartan Associés und Ethos bündeln Expertise in einem ESG-Fonds

Der unabhängige Vermögensverwalter Clartan Associés und die im Bereich der sozial-verantwortlichen Investitionen langjährig erfahrene Schweizer Ethos lancieren gemeinsam einen europäischen Nachhaltigkeitsfonds: den Clartan Ethos ESG Europe Small & Mid Cap.

mehr ...

Berater

Plansecur-Messe 2020 komplett digital

Die Finanzberatungsgruppe Plansecur lädt zu ihrer coronabedingt ersten virtuellen Finanzplanungsmesse ein. Auf der ausschließlich für geladene Berater und Partner geöffneten Online-Veranstaltung werden rund 400 Teilnehmer erwartet.

mehr ...

Sachwertanlagen

“Negative Zinsen auch im Immobilienbereich nicht mehr ausgeschlossen”

Die Perspektiven für den deutschen Wohnimmobilienmarkt sind günstig, auch wegen der weiter gesunkenen Zinsen. Dieses Bild zeichnete Prof. Dr. Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanzmärkte und Immobilienmärkte am Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) anlässlich einer Online-Konferenz der Project Unternehmensgruppe. 

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...