5. Juni 2019, 12:51
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Jeder dritte Banker ist unzufrieden mit seinem Job

Jeder dritte Bankangestellte mit Kundenkontakt ist mit seinem aktuellen Job unzufrieden. Knapp ein Drittel plant sogar einen Ausstieg. Eine bessere Work-Life-Balance, eine größere Arbeitsplatzsicherheit und eine höhere Vergütung sind Hauptgründe für einen möglichen Wechsel. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Trendstudie, die das Finanzberatungsunternehmen Swiss Life Select in Auftrag gegeben hat.

Banker in Jeder dritte Banker ist unzufrieden mit seinem Job

29,6 Prozent der befragten Bankangestellten mit Kundenkontakt sind mit ihren aktuellen Jobs unzufrieden. 19,7 Prozent sind eher unzufrieden, während sich 9,9 Prozent als sehr unzufrieden bezeichnen. 26,1 Prozent Studienteilnehmer glauben, in zwei Jahren nicht mehr beim aktuellen Arbeitgeber beschäftigt zu sein. Sogar 57,7 Prozent der unzufriedenen Befragten (n=52) planen einen Ausstieg. Eine bessere Work-Life-Balance (42,3%), eine höhere Vergütung (42,3%) und eine größere Arbeitsplatzsicherheit (39,4%) würden für einen Wechsel sprechen.

Arbeitsbedingungen sind der größte Kritikpunkt

Egal, ob sie zufrieden oder unzufrieden mit ihren aktuellen Jobs sind – die Banker mit Kundenkontakt klagen über ihre Arbeitsbedingungen: Für Unmut sorgen eine Vergütung, die sich nicht an der erbrachten Leistung orientiert (54,9%), Produkt- und Absatzvorgaben (45,1%), eine schlechte Work-Life-Balance (42,3%), schlechte Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten (41,5%), fehlende digitale Tools (36,6%), mangelnde Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten (33,8%) und fehlende Möglichkeiten, Kunden individuell zu betreuen (29,6%).

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Fünf Aspekte sind Bankern mit Kundenkontakt in ihrem Arbeitsalltag besonders wichtig: selbständiges Arbeiten (74,6%), Work-Life-Balance (73,9%), Arbeitsplatzsicherheit (71,8%), leistungsorientierte Vergütung (59,2%) und die Möglichkeit, auf Kunden individuell eingehen zu können (47,9%).
Ein Drittel der unzufriedenen Banker bemängelt, Kunden keine ganzheitliche Lebens- und Finanzplanung zur Verfügung stellen zu können.

Jedes zweite Unternehmen besitzt keine Angebote zur Versicherung

Fast jeder zweite Unzufriedene vermisst in seinem Institut die richtigen Angebote für die Vorsorge und Absicherung der Kunden und klagt über vorgegebene Produkte. Nur ein Drittel der Unzufriedenen kann seine Kunden individuell betreuen. Jeder zweite kann keine private Krankenversicherung anbieten. Jeweils ein Drittel kann bei Bedarf weder eine Lebens- und Rentenversicherung noch eine Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung vermitteln.

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 201 Personen, die in Banken arbeiten, zwischen dem 07.05.2019 und 14.05.2019 teilnahmen. 142 Personen davon sind im direkten Kundenkontakt tätig.

 

 

Foto: SwissLife

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