29. März 2019, 15:26
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Neue Vorwürfe gegen Wirecard – Viel Geschäft mit Lizenzpartnern

Der Konflikt heizt sich auf: Die Auseinandersetzung zwischen dem Zahlungsabwickler Wirecard und der kritisch über das Unternehmen berichtenden Londoner “Financial Times (FT)” nimmt weiter an Schärfe zu.

Neue Vorwürfe gegen Wirecard – Viel Geschäft mit Lizenzpartnern

In den Berichten der Financial Times ging es um Vorwürfe angeblich krimineller Manipulationen von Wirecard-Manager in Singapur.

In Reaktion auf einen weiteren Bericht der Zeitung warf der Dax-Konzern dem Blatt am Freitag vor, Informationen “absichtlich falsch zitiert” zu haben, “um Tatsache und Fiktion weiter zu verzerren”.

Das Unternehmen hatte am Donnerstag am Landgericht München Klage gegen das Blatt und den maßgeblichen Autor der kritischen Berichte aus den Vorwochen eingereicht. Der Vorwurf lautet auf wiederholt falsche Darstellung von “vertraulichen Informationen und Betriebsgeheimnissen”.

Der Zahlungsdienstleister macht laut einem neuen Bericht der “FT” unerwartet viel Geschäft über externe Bezahldienste. So habe das Dax-Unternehmen Anfang des vergangenen Jahres Umsätze von Geschäften mit Lizenzpartnern in Höhe von 931 Millionen Euro eingeplant, wie die “FT” am Freitag berichtete.

Lokale Institute und Dienstleister

Das sei rund die Hälfte des für 2018 anvisierten Erlöses gewesen. Letztlich machte der Konzern im vergangenen Jahr 2,1 Milliarden Euro Umsatz. Das Unternehmen bestreitet nicht, dass Geschäfte über externe Partner zum Geschäftsmodell gehören.

Mehr als 50 Prozent des Transaktionsvolumens von Wirecard stamme aus Regionen “wie den USA, Lateinamerika und Asien, in denen das Unternehmen derzeit keine eigenen Acquiring- oder Issuing-Lizenzen besitzt, sondern mit Partnern wie lokalen Finanzinstituten und Dienstleistern zusammenarbeitet”, hieß es vom Unternehmen.

Acquiring und Issuing bezeichnet im Geschäft von Zahlungsabwicklungen die Ausgabe und Akzeptanz von elektronischen Zahlungslösungen wie etwa Online-Kreditkarten und mobilem Bezahlen.

Seite zwei: “Merkwürdige” Partnerfirmen

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Drohne – Weihnachtsgeschenk zum Abheben

Drohnen führen schon seit Jahren die Hitliste der Weihnachtsgeschenke an. Doch reines Spielzeug sind sie nicht. Deshalb stutzen rechtliche Vorgaben den Drohnen auch die Flügel: Nicht überall, wo man fliegen kann, darf man – und ohne Versicherung muss man sogar ganz auf dem Boden bleiben.

mehr ...

Immobilien

Zwei Amazon-Zentren in Dortmund gehen nach Südkorea

Der Immobilien-Investmentmanager Savills Investment Management vermeldet den Ankauf von zwei Prime Logistikobjekten in Dortmund für rund 140 Millionen Euro. Sowohl Käufer als auch Verkäufer kommen aus fernen Ländern.

mehr ...

Investmentfonds

Lateinamerika: Verwaltetes Vermögen wird sich mehr als verdoppeln

Obwohl derzeit eine Reihe von Ländern in Lateinamerika mit politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit konfrontiert sind, bleiben die langfristigen Wachstumsaussichten für die Asset- und Wealth-Management-Industrie laut einem neuen Bericht von PwC und Sura Investment Management hoch.

mehr ...

Berater

Volkswohl Bund tastet Überschussbeteiligung nicht an

Auch die Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G. hält ihre Überschussbeteiligung 2020 trotz der anhaltend niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt stabil. Das Unternehmen bietet für seine Rentenversicherung Klassik modern wie im Vorjahr eine laufende Verzinsung von 2,7 Prozent auf den Sparanteil.

mehr ...

Sachwertanlagen

Logistik-Vermögensanlage von Solvium startet nach Plan

Für die kürzlich in den Vertrieb gestartete Vermögensanlage Logistik Opportunitäten Nr. 1 meldet der Anbieter Solvium die ersten Investitionen mit einem Gesamtvolumen von knapp 1,6 Millionen Euro. Auch die Platzierung der Emission läuft gut an.

mehr ...

Recht

FDP kritisiert Finanzhilfe des Bundes für Thomas-Cook-Kunden

Die FDP hat die Finanzhilfe der Bundesregierung für geschädigte Kunden des insolventen Reiseunternehmens Thomas Cook kritisiert. Der stellvertretende FDP-Fraktionschef Michael Theurer sagte: “Dass nun der Steuerzahler einspringen soll, ist ein Schuldeingeständnis der Großen Koalition. Sie hat die EU-Gesetzgebung offenbar mangelhaft umgesetzt. (…) Es kann nicht angehen, dass Risiken verstaatlicht und Gewinne privatisiert werden.”

mehr ...