11. November 2019, 14:19
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Was Frauen und Männer bei der Geldanlage unterscheidet

Männer setzen bei der Geldanlage deutlich stärker als Frauen auf Wertpapiere. Das zeigt eine neue Analyse der Consorsbank, in deren Rahmen Konten und Depots von 1,5 Millionen Kunden anonymisiert ausgewertet wurden. 69,2 Prozent des von Männern dort angelegten Vermögens liegt in Wertpapierdepots, bei den Frauen sind es dagegen nur 56 Prozent. Frauen sind dagegen beim Tagesgeld deutlich überrepräsentiert.

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Wenn es um das Thema Geldanlage geht, verhalten sich Frauen und Männer unterschiedlich.

So liegt der Frauenanteil in der Kundschaft der Consorsbank bei 31,5 Prozent. Sie halten jedoch insgesamt 43,3 Prozent der Tagesgeldkonten, in der Altersgruppe der 18- bis 35-Jährigen sogar mehr als 50 Prozent.

Auch bei der Wahl der Wertpapiere agieren Frauen deutlich sicherheitsorientierter. Während bei Männern der Aktienanteil im Depot bei 63,6 Prozent liegt, beträgt er bei Frauen “nur” 55,5 Prozent. Diese haben dagegen bei breit streuenden Fonds und ETFs mit einem Anteil von 38,1 Prozent deutlich die Nase vorn. Dagegen füllen Fonds und ETFs die “Männerdepots” gerade mal zu 29,7 Prozent, also zu nicht einmal einem Drittel.

Beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren sind Männer deutlich aktiver als Frauen. Sie traden 17,4 Mal pro Jahr und damit mehr als doppelt so häufig wie die Frauen (7,6 jährliche Trades). Die durchschnittliche Transaktionsgröße unterscheidet sich aber kaum. Haben Käufe und Verkäufe von Männern im Schnitt ein Volumen von 5.650 Euro, so sind es bei Frauen 5.430 Euro.

Männer kaum erfolgreicher 

Männer sind zwar beim Handeln mit Wertpapieren deutlich aktiver und gehen höhere Risiken ein, sind dabei aber kaum erfolgreicher als Frauen. Über die drei Jahre vom 1. Juli 2016 bis zum 30. Juni 2019 hinweg erzielten sie mit ihren Depots eine Performance von 16,2 Prozent. Bei den Frauen waren es 15,5 Prozent.

Dabei entwickelten sich die “Männerdepots” deutlich volatiler als die Portfolios der Frauen: In guten Börsenzeiten erzielten die Männer überproportional hohe Gewinne, während sie in Bärenmärkten wie im vierten Quartal 2018 deutlicher verloren. Im Vergleich ist die Entwicklung der “Frauendepots” ausgeglichener. (kb)

Foto: Picture Alliance 

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