7. November 2006, 00:00
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Immobilienfonds: Weiterer Rückschlag

Für geschlossene Immobilienfonds mit deutschen Objekten ist durch die Einführung von REITs in Deutschland ein weiterer Rückschlag zu befürchten. Die vorgesehene ?Exit Tax? schwächt die Konkurrenzfähigkeit der Fonds, die durch reduzierte Steuervorteile und die schlechte Immobilienkonjunktur ohnehin an Boden verloren haben, weiter.

Hintergrund: Das Bundeskabinett hat jüngst einen Gesetzentwurf für deutsche Real Estate Investment Trusts (REITs) verabschiedet. Diese Immobilien-Gesellschaften können unter bestimmten Voraussetzungen steuerliche Vorteile in Anspruch nehmen. Vorgesehen ist unter anderem, dass Verkäufer den Gewinn nur mit dem halben Steuersatz versteuern müssen, wenn sie eine Immobilie an einen REIT oder an einen offenen Immobilienfonds veräußern.

?Diese Regelung verzerrt den Wettbewerb und ist verfassungsrechtlich nicht in Ordnung?, bemängelt Eric Romba, Hauptgeschäftsführer des Verbands geschlossene Fonds e.V. (VGF), Berlin. Der Verkauf an geschlossene Fonds soll nicht begünstigt werden. Sie müssen also einen höheren Kaufpreis zahlen, damit beim Verkäufer netto das Gleiche ankommt wie bei dem Verkauf an einen REIT oder einen offenen Fonds. ?Eine Exit Tax, die geschlossene Fonds ausklammert, benachteiligt im Endeffekt auch diese Anleger?, betont der VGF-Chef.

Das Marktvolumen deutscher Immobilienfonds war nach der Erhebung von Cash. schon 2005 gegenüber dem Vorjahr um 35 Prozent auf knapp 2,7 Milliarden Euro Investitionsvolumen zurück gegangen. Damit betrug es erstmals weniger als die Hälfte des Volumens von Ausland-Immobilienfonds. Insgesamt wurden (inklusive Schiffs- und Medienfonds) mehr als 70 Prozent des gesamten Marktvolumens von 23,3 Milliarden Euro jenseits der deutschen Grenze investiert.

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