22. Juli 2009, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Real I.S.: Wieder Australischer Staat als Mieter

Das Münchener Emissionshaus Real I.S. setzt seine Fondsreihe mit australischen Immobilien, die langfristig an staatliche Einrichtungen vermietet sind, fort. Gegenüber cash-online hat sich Andreas Heibrock, Mitglied der Geschäfstführung bei Real I.S. zu dem Konzept des Bayernfonds Australien 6 geäußert, der Ende August in den Vertrieb gehen soll.

Der Fonds will knapp 249 Millionen Australische Dollar (rund 143 Millionen Euro) für die Investition in eine Büroimmobilie in der australischen Hauptstadt Canberra einsammeln. Das im Jahr 2007 fertig gestellte Objekt verfügt Initiatorenangaben zufolge über eine Gesamtmietfläche von rund 43.413 Quadratmetern, die zu rund 96 Prozent bis November 2022 an die australische Finanzbehörde (?Australian Taxation Office? oder ?ATO?) vermietet ist. Der Mietvertrag sieht eine jährliche Steigerung des Mietzinses um 3,5 Prozent vor, wobei in den Jahren 2012 und 2017 weitere Anpassungen an die ortsübliche Miete vorgesehen sind, sofern sie eine Steigerung bedeuten, so der Produktanbieter. Für die Folgezeit sei eine dreimalige Verlängerungsmöglichkeit zu je fünf Jahren vereinbart worden.

Die verbleibende Restfläche von vier Prozent besteht aus fünf Einzelhandelsflächen, von denen drei an unterschiedliche Mieter vermietet sind.?Die Erfahrungen bei der Platzierung des Vorgängerprodukts haben uns gezeigt, dass Core-Immobilien an einem wirtschaftlich stabilen Standort, die nahezu vollständig einen staatlichen Mieter vermietet sind, beim Anleger gut ankommen. Beim Fonds Australien Nr. 5 war das Objekt langfristig an die Bundespolizei vermietet und das Eigenkapitalvolumen in Höhe von 227 Millionen Australischen Dollar binnen sechs Wochen platziert?, sagt Heibrock. Der Trend gehe eindeutig zurück zu den Anfängen der geschlossenen Fonds, als in ein Objekt mit einem Hauptmieter und berechenbaren Einnahmeströmen investiere.

Den Kaufpreis einschließlich der Erwerbsnebenkosten beziffert der Initiator auf rund 220 Millionen Australischen Dollar (rund 126 Millionen Euro). ?Obgleich unser Gebot unter dem der Mitbewerber lag, hat sich der Verkäufer ? ein australischer Fonds mit bundesstaatlichem Hintergrund ? für Real I.S. entschieden, da wir über die meiste Markterfahrung in Australien verfügen und für unsere zuverlässige Abwicklung der Kaufverträge bekannt sind?, so Heibrock. Anleger können den Fonds ab einer Summe von 20.000 Australischen Dollar (knapp 11.460 Euro) zeichnen.Ihnen werden jährliche Ausschüttungen von 6,5 Prozent in Aussicht gestellt, die während der Fondslaufzeit auf 8,5 Prozent steigen sollen und somit durchschnittlich sieben Prozent betragen.

Die Münchener haben für die Offerte eine Platzierungsgarantie übernommen und rechnen damit, den Fonds zum Ende des Jahres schließen zu können. In Kürze werde der Vertriebsstart eines Immobilienfonds bekannt gegeben, der in einem europäischen Nachbarland investiert ? wo genau, ließ Heibrock jedoch offen, da die Verträge erst im Lauf dieser Woche unterzeichnet würden. Auch bei diesem Produkt werde eine staatliche Einrichtung Hauptmieter des Objekts sein. (af)

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...

Immobilien

USA: Baubeginne und Genehmigungen legen wieder zu

Der US-Immobilienmarkt hat sich nach einem leichten Dämpfer wieder besser entwickelt. Nach einem Rückgang im August erhöhten sich im September sowohl die Baubeginne als auch die Baugenehmigungen wieder. 

mehr ...

Investmentfonds

Brexit und Corona: Märkte in USA, Europa und UK mit unterschiedlichen Vorzeichen

Chris Iggo, CIO Core Investments, richtet seinen Blick auf die Märkte und sieht unterschiedliche Vorzeichen für Amerika, Europa und Großbritannien

mehr ...

Berater

BaFin nimmt Deutsche Edelfisch DEG II ins Visier

Die Finanzaufsicht BaFin hat den hinreichend begründeten Verdacht, dass die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG in Deutschland Wertpapiere in Form von Schuldverschreibungen ohne das erforderliche Wertpapier-Informationsblatt öffentlich anbietet. Im Markt der Vermögensanlagen ist das Unternehmen nicht unbekannt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Klage gegen EY auf 195 Millionen Euro Schadensersatz

Der Insolvenzverwalter der Maple Bank hat die Wirtschaftsprüfer von EY wegen angeblich falscher Beratung bei den umstrittenen “Cum-Ex”-Geschäften zu Lasten der Staatskasse auf 195 Millionen Euro Schadensersatz verklagt.

mehr ...