9. Dezember 2010, 13:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Project: “Grundlegend anders als Immobilienhandelsfonds”

Jubiläum: 2010 ist die Bamberger Immobilien- und Fonds-Gruppe Project 15 Jahre alt geworden. Darüber, wie sich Konstellation und Konzeption bis hin zur heutigen Philosophie verändert haben, hat Cash. mit Geschäftsführer Wolfgang Dippold gesprochen.

GF Dippold 02-127x150 in Project: Grundlegend anders als Immobilienhandelsfonds

Wolfgang Dippold

Cash.: Glückwunsch zum Jubiläum. Wie sehen Sie sich nach Jahren der Entwicklung mit dem heutigem Konzept positioniert?

Dippold: Mit den Real-Equity-Immobilienentwicklungsfonds haben wir eine Nische gefunden, in der wir unsere Stärken ausspielen können. Wir unterscheiden uns grundsätzlich von Immobilienhandelsfonds. Ähnlich wie wir stellen diese zwar kurze Investitionsphasen und hohes Renditepotenzial in Aussicht, bilden aber mit Kauf und Verkauf nur einen kleinen Teil der Wertschöpfungskette im Immobilienbereich ab. Wir hingegen erbringen von der Entwicklung über Bau und Vermietung bis zum Einzelverkauf alle Leistungen aus einer Hand. Unsere Fonds verfügen zudem über ein spezielles Sicherheitskonzept: Es sind reine Eigenkapitalfonds, wir verdienen nicht schon vorab an der Immobilie, der Fokus liegt auf Metropolregionen, die wir kennen und der Exit muss bereits vor der Investitionsentscheidung klar sein.

Cash.: Wie kann das sichergestellt werden?

Dippold: Unsere spezialisierten Verkaufsmannschaften erhalten Teile ihrer Salärs erst, wenn auch die letzte Einheit verkauft ist – ob Bestand mit Denkmalabschreibung, Neubau oder auch Gewerbeeinheit.

Cash.: Wann in der Unternehmenshistorie war Ihr jetziges Konzept reif für den breiten Markt?

Dippold: Wir haben uns erst in 2007 dem Markt geöffnet. Vorher haben wir unsere Fonds exklusiv über meine frühere Vertriebsgesellschaft VMS vermittelt. Wir waren in den Anfangsjahren in der öffentlichen Wahrnehmung wenig präsent – was auch an dem bewusst zurückhaltenden Auftritt meines Partners lag.

Cash.: Was war damals die Idee hinter Project?

Dippold: Im Kern ging es darum, dass sich mit Jürgen Seeberger ein Architekt und Immobilienentwickler mit regionaler Bedeutung und mit VMS ein ohnehin immobilienlastiger Vertrieb zusammengetan haben, um einerseits das Geschäftsfeld auszuweiten und andererseits ein Produkt zu kreieren, das im Immobilienbereich nicht nur attraktive Renditen verspricht, sondern das Versprechen auch hält. Zwischengewinne auf Initiatorenseite durften also nicht enthalten sein. Keimzelle war die Gründung der Project Bauträgergesellschaft: Begonnen haben wir 1995 mit konventionellem Aufteilergeschäft. 1998 kam über die neu gegründete Project GFU dann der erste geschlossene Fonds auf den Markt. Und 2006 wurden die gesellschaftsrechtlichen Verbindungen zwischen VMS und Project-Gruppe wieder aufgelöst.

Cash.: Wie sieht die Gruppenstruktur heute aus?

Dippold: In 2009 und 2010 haben wir daran gearbeitet, die gewachsenen Strukturen und Verantwortlichkeiten transparent zu entflechten. Heute ist die Project aufgeteilt in die Fonds-Gruppe mit Sitz in Bamberg als Initiator mit den Geschäftsführern Matthias Hofmann, Ralf Cont, Alexander Schlichting und mir sowie Immobilien-Gruppe mit Sitz in Nürnberg als Projektentwickler unter Jürgen Seeberger. Dort bin ich als Aufsichtsrat tätig. Die Anteile an der Muttergesellschaft der Fonds-Gruppe liegen bei mir, die der Immobilien-Gruppe bei Jürgen Seeberger.

Cash.: Haben Sie schon 1998 das Real-Equity-Konzept heutiger Prägung verfolgt?

Dippold: Nein – auch wenn wir damals schon auf Zwischengewinne verzichtet hatten. Die ersten sechs Fonds haben in eine Mischung aus Bestandsobjekten, Unternehmensbeteiligungen und Vermögensverwaltung investiert. Zudem sah das Konzept anfangs eine Innenfinanzierung vor. Zum Strategiewechsel in die heutige Richtung kam es dann in 2003.

Seite 2: Wie sieht die Produktpipeline aus?

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

“Produkte unterhalb der BU nicht als zweitklassig behandeln”

Cash. sprach mit Dietmar Bläsing, Sprecher der Vostände der Volkswohl Bund Versicherungen und der Dortmunder Lebensversicherung, über Trends im Bereich Arbeitskraftabsicherung und die Bedeutung von Social Media bei der Kundenansprache.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...