Sanierung: Banken und Investor retten Gebab

Das im Zuge der Wirtschaftskrise in Finanzengpässe geratene Emissionshaus Gebab aus Meerbusch hat mit Banken, Reedereien, Werften, Geschäftspartnern und Gründungsgesellschaftern ein Sanierungskonzept vereinbart. Die Eigenkapitallücke des Unternehmens soll durch einen Hamburger Investor geschlossen werden.

rettungs fonds rettungsringDie auf Schiffsfonds spezialisierte Gebab Gruppe hatte Probleme, Kredite fristgemäß zu begleichen, die vor 2008 von Banken als Vorfinanzierung für bestellte Schiffe bereitgestellt wurden.

Da der Markt für Schiffsfonds im Zuge der Finanzkrise einbrach, war es nicht möglich, genug Eigenkapital bei Anlegern einzusammeln, um das von den Kreditgebern vorgeschossene Geld zurückzuzahlen. Bei zwei Dachfonds sowie fünf Einschiffgesellschaften konnten fällige Eigenkapitalvorfinanzierungen seit Juli 2009 nicht bedient werden. Die Schieflage eines Linienreeders als Charterer habe die Situation weiter verschärft, erklärt Gebab.

Nun steuert der Hamburger Investor KMU das fehlende Eigenkapital bei, wie die „Financial Times Deutschland“ berichtet. Wie Gebab mitteilt, haben auch die beteiligten Reedereien und die Werft umfassende Zugeständnisse gemacht. So sei es ermöglicht worden, dass die Banken die Unternehmen weiter begleiten und die rund 17.000 Anleger geschützt werden. (hb)

Foto: Shutterstock

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