8. März 2012, 12:07
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Erneuerbare Energien: Vier Elemente – viele Probleme

Element Erde

Als weiteres Standbein der erneuerbaren Energien ist die Bioenergie stark auf dem Vormarsch. Ende 2011 waren in Deutschland rund 7.100 Anlagen in Betrieb, die rund 3,2 Milliarden Kilowattstunden Strom liefern. Hier wirkt sich jedoch eine Änderung der Einspeisevergütung drastisch aus.

Die Bundesregierung reagierte auf den Vorwurf, Biomassekraftwerke würden Landwirte dazu verleiten, einseitigen Ackerbau betreiben und nur noch Mais-Monokulturen anbauen. Dem wirkt das neue Einspeisegesetz, das seit Anfang des Jahres gilt, entgegen.

Um eine möglichst hohe Vergütung zu erhalten, muss der Mais- und Corn-Cob-Mixanteil unter 60 Prozent liegen. Gleichzeitig muss der Anteil an natürlich anfallenden Reststoffen wie Speiseabfälle oder Gülle an Bedeutung gewinnen. „Das können generell nur wenige Anlagen“, weiß Curt-Rudolf Christof, Geschäftsführer der Deutschen Sachwert Kontor. Die DSK hat derzeit eine Anlage in einem Fonds, die schon in der Lage ist, schwierige Reststoffe wie Gülle und den energiereichen Hühnertrockenkot zu verarbeiten.

Bei den geschlossenen Fonds werden Bioenergieanlagen dennoch eine Nische bleiben. „Das ist ein landwirtschaftlicher Betrieb“, weiß Christof. Vor allem der Einkauf der notwendigen Rohstoffe erforderte erhebliche Kenntnisse. „Viele Emissionshäuser scheuen davor zurück“, so Christof.

Das fünfte Element

Dabei wird die Bedeutung von Biogasanlagen zunehmen. Denn Biogas kann gespeichert werden. Beyerle glaubt, dass die Speicherung und der Transport der gewonnenen Energie künftig ohnehin spannender sein werden als die reine Stromerzeugung: „Das ist der gordische Knoten, dessen Lösung das größte Wachstum in den nächsten Jahren verspricht.“ Entsprechende Beteiligungsmöglichkeiten sind allerdings noch Mangelware. Die Initiatoren sind gefordert.

Autor Alexander Heintze ist freier Wirtschaftsjournalist in München.

Foto: Shutterstock

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