29. April 2019, 15:08
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Psychische Erkrankungen: Mehr als jeder Zweite hat Angst

Jeder Vierte verlässt sich auf die gesetzliche Absicherung im Ernstfall. Erstaunlich, dann mehr als jeder Zweite schätzt, dass er aufgrund von psychischen Erkrankungen berufsunfähig wird. Welche Risiken die Deutschen am Meisten scheuen.

Psychische Erkrankungen: Mehr als jeder Zweite hat Angst

Die Aussicht auf die eigene Gesundheit fällt ernüchternd aus.

Die eigene Arbeitskraft zu verlieren, ist für die meisten Berufstätigen eine schreckliche Vorstellung. Aus ganz unterschiedlichen Gründen, wie eine aktuelle Umfrage zeigt, die die DEVK in Auftrag gegeben hat. YouGov hat dafür Ende April über 2.000 Bundesbürger repräsentativ befragt. 37 Prozent der Deutschen haben aus finanziellen Gründen Angst, ihre Arbeitskraft zu verlieren.

Diese Sorge ist vor allem bei jungen Leuten groß: 46 Prozent der Studenten und Azubis fürchten sich davor, ihr Einkommen zu verlieren. Zu Recht – denn die gesetzliche Absicherung greift erst, wenn man schon mindestens fünf Jahre lang berufstätig ist. Nur 10 Prozent der Deutschen meinen, gut abgesichert zu sein. 19 Prozent haben grundsätzlich keine Angst, ihre Arbeitskraft zu verlieren. Immerhin 11 Prozent der Befragten lieben das Arbeiten so sehr, dass sie deshalb nicht darauf verzichten wollen.

Psychische Gründe für Berufsunfähigkeit

Die gesundheitlichen Probleme, die häufig zu Berufsunfähigkeit führen, schätzen die Deutschen recht realistisch ein. 68 Prozent der Befragten halten psychische Erkrankungen für eine häufige Ursache. Der Gesundheitsreport 2019 der Techniker Krankenkasse bestätigt diesen Trend: 2018 war jeder fünfte Fehltag psychisch bedingt. Berufstätige Frauen fehlten deshalb durchschnittlich 3,5 Tage, Männer 2,2 Tage.

Psychische Erkrankungen: Mehr als jeder Zweite hat Angst

Fast gleichwertig beurteilen die YouGov-Befragten Einschränkungen im Bewegungsapparat (44 Prozent) und Unfälle (43 Prozent) als Ursachen für Berufsunfähigkeit. 36 Prozent halten Krebser- krankungen für einen häufigen Grund, wobei das deutlich mehr Frauen (41 Prozent) so sehen als Männer (31 Prozent).

Seite zwei: Jeder Zehnte möchte bald mit der Vorsorge beginnen

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