Coronavirus: Impfbereitschaft ist vorhanden. Skepsis aber auch

Die Bereitschaft zur Impfung ist hoch. Die Ablehnung allerdings auch.

Der Impfstoff ist da. Und mehr als die Hälfte der Deutschen will sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Allerdings lehnt gut ein Fünftel die Impfung ab.

Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung (53 Prozent) ist bereit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Barmer hervor. Die Bereitschaft, die eigenen Kindern impfen zu lassen, fällt mit 42 Prozent dagegen geringer aus.

Demnach würde sich die Mehrheit der Befragten (55 Prozent) bald impfen lassen. Mit 43 Prozent ist das Vertrauen in die Sicherheit der Impfstoffe allerdings schwächer ausgeprägt.

Gleichwohl betont Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer, die Notwendigkeit der Impfung. „An der Impfung führt kein Weg vorbei, um die Corona-Pandemie zu überwinden. Deshalb ist es ein wichtiges Signal, dass sich die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger impfen lassen möchte. Je höher die Bereitschaft, desto besser. Mit der Impfung schützt man nicht nur sich selbst, sondern auch diejenigen, die sich nicht immunisieren lassen können.“

Befragte wollen sich und andere schützen

Laut Umfrage wollen sich 69 Prozent der Befragten impfen lassen, um bestmöglich geschützt zu sein. 62 Prozent wollen es tun, um andere zu schützen. Ältere Personen stehen einer Impfung insgesamt offener gegenüber. So wollen sich bei den Befragten ab 60 Jahren knapp zwei Drittel impfen lassen.

Bei den 16- bis 39-Jährigen ist die Skepsis hingegen sehr deutlich. In der Altersgruppe ist sich nur knapp ein Viertel vollkommen sicher, sich impfen zu lassen. Für gut ein Fünftel der Befragten (22 Prozent) kommt eine Coronavirus-Impfung nicht in Frage.

Dabei stellen Zweifel an der Sicherheit der Impfstoffe (68 Prozent), die Furcht vor Nebenwirkungen (60 Prozent) und Zweifel an der Wirksamkeit (52 Prozent) die größten Hürden dar. Eine generelle Ablehnung von Impfungen spielt mit 22 Prozent eine geringere Rolle.

Freiwillige Impfbereitschaft durch Aufklärung erhöhen

„Die Impfung gegen das Coronavirus soll freiwillig erfolgen. Aufklärung ist das beste Mittel für eine hohe Akzeptanz und Impfbereitschaft in der Bevölkerung“, betont Straub.

Wichtig sei allen voran, über die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe zu informieren und so Menschen ihre Sorgen zu nehmen. Eine Impfpflicht würde von knapp zwei Dritteln der Befragten abgelehnt.

Die Barmer hatte für die Umfrage im November rund 2.000 Personen ab 16 Jahren befragen lassen. (dr)

Grafik: Barmer

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