Zweitmarkt: Schiffsfonds im Juli weiter gefragt

Frachtschiff Symbolbild
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Symbolbild.

Die Fondsbörse sah im abgelaufenen Juli eine leichte Umsatzsteigerung gegenüber dem Vormonat. Schiffsbeteiligungen blieben gesucht. Beim Handel mit Immobilienbeteiligungen ging es nach der Leitzinserhöhung durch die EZB etwas zurückhaltender zu.

Insgesamt blieb im Juli die Anzahl von 304 durchgeführten Transaktionen auf dem Niveau des Vormonats (305 Transaktionen), berichtet die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG. Der Nominalumsatz stieg etwas an auf 12,75 Millionen Euro (Vormonat: 11,37 Millionen Euro). Das durchschnittliche Kursniveau ermäßigte sich dabei auf 77,39 Prozent (Vormonat: 84,38 Prozent). Abermals trug der Schiffshandel mit 32,82 Prozent einen bedeutenden Anteil zum Gesamtumsatz bei. Demensprechend schwächer fiel mit 56,01 Prozent Anteil am Gesamthandel die Dominanz des Immobiliensektors aus.

Im Immobiliensegment kamen 186 Transaktionen zustande, abermals weniger als im Vormonat (196 Transaktionen). Käuferseitig war zu spüren, dass das Segment derzeit mit Zurückhaltung betrachtet wird, da die Zinswende der EZB Unsicherheiten über die weitere Zins- und Wertentwicklung bedingt, heißt es von der Fondsbörse. Der durchschnittliche Handelskurs ermäßigte sich von zuletzt 111,61 Prozent auf 96,56 Prozent im Juli. Der Nominalumsatz im Segment zog dennoch an von 5,99 Millionen Euro im Vormonat auf 7,14 Millionen Euro im Juli.

Jahrestief bei sonstigen Beteiligungen

Der Sektor Schiffsbeteiligungen knüpfte abermals an die starken Vormonate an. So stieg der Nominalumsatz von 3,69 Millionen Euro im Vormonat auf 4,18 Millionen Euro im Juli. Der durchschnittliche Vermittlungskurs knöpfte mit 58,60 Prozent an die starken Vormonate an (59,51 Prozent beziehungsweise 58,40 Prozent). Die Anzahl der Transaktionen stieg auf 75 (Vormonat: 56 Transaktionen).

Bei den unter Sonstige Beteiligungen zusammengefassten Assetklassen wie Private Equity-, Erneuerbare Energien- und Flugzeugfonds ging es im Juli ruhig zu. Der Segmentumsatz erreichte mit 1,42 Millionen Euro ein Jahrestief (Vormonat: 1,69 Millionen Euro). Es kam zu 43 Transaktionen (Vormonat: 53 Transaktionen). Der Durchschnittskurs ermäßigte sich von 42,25 Prozent im Vormonat auf 36,45 Prozent.

Die Liste der Fonds mit dem höchsten Handelsvolumen führt eine Schiffsbeteiligung an: Das im Jahr 2001 aufgelegte MS „Magnitude“ der Norddeutschen Vermögen mit einem Nominalumsatz von fast 1,1 Millionen Euro. Die Zweitmarkt-Plattform weist für diesen Fonds im Juli 13 öffentliche Transaktionen zu Kursen zwischen 48,5 und 51 Prozent des Nominalwertes aus. Daneben hat offenbar noch nicht-öffentlicher Handel stattgefunden, da sich die aufgeführten Transaktionen lediglich auf 410.000 Euro Nominalkapital summieren.

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