Pro-Kopf-Wohnfläche wächst langsamer

Die durchschnittliche Pro-Kopf-Wohnfläche ist nach Angaben des ifs Instituts für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen, Berlin, im Jahr 2004 auf einen neuen Höchststand von 40,7 Quadratmetern angestiegen. Allerdings hat sich der Aufwärtstrend mit einem Zuwachs von 0,2 Quadratmeter verlangsamt. In den 90er wurden noch jährliche Anstiege von 0,5 Quadratmeter registriert.

„Der drastisch eingebrochene Wohnungsneubau in den vergangenen Jahren und das fehlende Einkommenswachstum haben maßgeblich zu dieser Verlangsamung beigetragen. Trotz des Höchststandes liegt Deutschland im internationalen Vergleich keineswegs an der Spitze?, erklärt Dr. Stefan Jokl, Leiter des ifs-Instituts. Beispielsweise liege die Wohnfläche in Dänemark und der Schweiz bei 50 und in Schweden bei rund 45 Quadratmetern.

Insgesamt hat sich die Annäherung zwischen Ost- und Westdeutschland weiter fortgesetzt. Während im Jahr 1989 westdeutschen Bundesbürgern mit 36,7 Quadratmetern insgesamt 9,3 Quadratmeter mehr zur Verfügung standen, hat sich der Unterschied auf nur noch 3,2 Quadratmeter reduziert. An der Spitze steht unverändert das Saarland mit 46 Quadratmetern, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit 45,1 und Niedersachsen mit 43,5 Quadratmetern. Am unteren Ende rangieren trotz deutlicher Zunahme in den letzten Jahren Mecklenburg-Vorpommern mit 36,8 sowie Sachsen mit 37,7 und Thüringen mit 37,9 Quadratmetern. Der letzte Platz wird allerdings von Hamburg mit 36 Quadratmetern eingenommen.

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