Anzeige
20. März 2007, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deka-Geschäftsführer gesteht

Im ersten Prozess um den Korruptionsskandal in der Frankfurter Immobilienwirtschaft hat der frühere Geschäftsführer der Deka Immobilien GmbH, Frankfurt/Main, ein Geständnis abgelegt. Michael Koch gab vor dem Frankfurter Landgericht zu, bei sieben Immobiliengeschäften insgesamt rund 470.000 Euro Schmiergelder angenommen zu haben.

Er habe sich für den Kauf bestimmter Immobilien eingesetzt und bei Ausschreibungen detaillierte Einzelheiten weitergegeben, so dass bestimmte Firmen mit der Planung und dem Bau beauftragt wurden. In den meisten Fällen sei ein Prozent des Verkaufspreises an ihn und den Projektentwickler geflossen. Später seien die Schmiergeldzahlungen dann über die laufenden Rechnungen refinanziert worden. Mittlerweile habe er der Deka den kompletten Schaden bezahlt. Dafür habe er seine Eigentumswohnung, ein Grundstück und ein Einfamilienhaus verkauft, berichtete der Ex-Manager.

Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Wolfgang Schaupensteiner wird im Frankfurter Korruptionsskandal seit 2003 bundesweit gegen mehr als 500 Beschuldigte wegen Bestechung, Bestechlichkeit und Geldwäsche ermittelt. Noch immer sind etwa 80 Verfahren gegen Verantwortliche eines großen Baukonzerns, Fondsmanager, Architekten, Makler und Projektentwickler anhängig. Sie sollen den Bau, Kauf und Verkauf großer Objekte unter sich abgesprochen haben. Für diese Absprachen sollen insgesamt 15 Millionen Euro an Bestechungsgeldern quer durch Europa geflossen sein.

Als die Verwicklungen von Koch im Herbst 2004 bekannt wurden, kam es zu hohen Mittelabflüssen aus dem Deka-Immobilienfonds. Die Muttergesellschaft Dekabank, die Fondsgesellschaft der Sparkassen, veranlasste daraufhin einen durchgreifenden Umbau des Fonds (cash-online berichtete). Im Zuge dieser Affäre musste der damalige Deka-Vorstandsvorsitzende Axel Weber im März 2005 gehen (cash-online berichtete).

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

“Silver Surfer” erobern das WorldWideWeb

Die Digitalisierung ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das ist eines der Ergebnisse der Studie “D21-Digital-Index 2018 / 2019”, die die Initiative D21 heute gemeinsam mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie präsentiert.

mehr ...

Immobilien

Dr. Klein: Boom im Osten, Rekorde im Norden

Ob nun Hamburg, Hannover, Berlin oder Dresden – im Norden und Osten der Bundesrepublik steigen die Immobilienpreise in allen Metropolregionen an. Trotzdem gibt es deutliche Preisunterschiede.

mehr ...

Investmentfonds

Kryptowährungen: Schwankende Coins an Gold binden

Seit jeher suchen Menschen Stabilität. Bei Währungen, der Basis unseres Wirtschafts- und sozialen Lebens ist dies nicht anders. Das hart verdiente und ersparte Geld soll nicht durch Inflation oder andere Unwägbarkeiten entwertet werden.

Gastbeitrag von Harald Seiz, Karatbars International GmbH

mehr ...

Berater

Rechtsstreit mit dem Versicherer: Gefährliche Vakanzphase

Eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem privaten Krankenversicherer ist für den Versicherten nicht ohne Risiko. Für die Dauer des Prozesses ist sein Versicherungsschutz unter Umständen nicht mehr gewährleistet. Gastbeitrag von Rechtsanwalt Christof Bernhardt

mehr ...

Sachwertanlagen

Ernst Russ AG verliert beide Vorstände auf einen Schlag

Sowohl der Vorstandssprecher Jens Mahnke als auch Vorstandsmitglied Ingo Kuhlmann werden im Juni beziehungsweise Ende März aus der Ernst Russ AG (ehemals HCI Capital) ausscheiden. Ein bisheriges Aufsichtratsmitglied springt ein.

mehr ...

Recht

Pflegeunterhalt: Wenn Kinder für ihre Eltern haften

Die Deutschen werden immer älter. Damit wächst auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Alten- und Pflegeheimen. Die Kosten hierfür sind hoch. Vielfach benötigen Eltern in diesem Fall die finanzielle Hilfe ihrer Kinder. Für diesen Fall gibt es genaue Regeln, wie eine Übersicht des Arag-Rechtsschutzes zeigt.

 

mehr ...