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11. Juli 2007, 00:00
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Moskaus Büromarkt wächst rasant

In nur 18 Monaten wird sich das Angebot an Büroflächen in der russischen Hauptstadt um rund drei Millionen Quadratmeter vergrößern, lautet die Prognose von DTZ, Frankfurt/Main ? die Renditen sind indes weiter im Sinkflug.

Vor allem ausländische Investoren wagen den Schritt nach Russland. Nach Angaben des Immobilienberatungs-unternehmens flossen in 2006 ausländische Direktinvestitionen in Höhe von 31 Milliarden US-Dollar in das Land, doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Schätzungsweise drei Milliarden Euro seien in den Erwerb von Gebäuden, Grundstücken und Immobilienprojektentwicklungen investiert worden. Davon kamen 55 Prozent aus dem Ausland.

Die starke Nachfrage habe auf den russischen Büromärkten für erste Mangelerscheinungen gesorgt, vor allem in Moskau. ?An begehrten innerstädtischen Standorten sind gut ausgestattete, moderne Gebäude in der Regel komplett vermietet?, sagt Jörg Nehls, Geschäftsführer der DTZ Deutschland Holding GmbH.

Der Leerstand ging in von 5,3 Prozent Ende 2005 auf 3,3 Prozent zurück. Das knappe Flächenangebot hat die Preisspirale kräftig nach oben geschraubt. Für Premiumflächen verlangen die Eigentümer Monatsmieten von 47,50 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: In Frankfurt/Main liegt die Spitzenmiete aktuell bei 36 Euro pro Monat und Quadratmeter.

Auf diese Situation haben russische und internationale Developer reagiert und eine Vielzahl neuer Projekte angeschoben. Am Büromarkt wuchs das Angebot im vergangenen Jahr um 31 Prozent oder 920.000 Quadratmeter. DTZ prognostiziert ein Wachstum von derzeit 5,28 Millionen Quadratmetern auf 8,25 Millionen Quadratmeter bis Ende 2008. An einen Verfall der Mietpreise glaubt Nehls dennoch nicht, da ein Großteil der neuen Flächen absorbiert werde.

Der verschärfte Wettebewerb der Investoren um gute Objekte und die gewachsene Stabilität der russischen Wirtschaft hätten den Druck auf die Renditen massiv erhöht, berichtet DTZ. Lagen die Anfangsrenditen für Büroimmobilien in der Region Moskau im Jahr 2001 noch bei 18 Prozent, waren es 2006 nur neun Prozent. Ende dieses Jahres werde die Kurve bei rund acht Prozent ankommen. (hi)

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