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13. Mai 2008, 00:00
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BFW-Umfrage: Verhaltener Optimismus

Die unternehmerische Immobilien- und Wohnungswirtschaft ist weniger optimistisch für das Jahr 2008 als noch im Herbst 2007. Dies geht aus der Konjunkturumfrage des Berliner Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) unter seinen 1.600 Mitgliedsunternehmen hervor, die im Rahmen des 3. BFW Immobilien Kongresses präsentiert wurde.
Zwar rechne die Branche für das laufende Jahr mit einer leicht verbesserten Geschäftslage und einem Plus an Investitionen, doch beunruhige der starke Einbruch der Baugenehmigungen. Für die Ballungsgebiete wird ein starker Rückgang der Leerstände prognostiziert, der sich in 2009 fortsetzen wird. Ländliche Regionen hingegen würden weiter verlieren.

?Die gute gesamtwirtschaftliche Situation schlägt auch auf die Immobilienbranche durch. Wenn auch nicht ganz so stark wie im Jahr 2007 sind die Geschäftserwartungen sowie Investitions- und Beschäftigungspläne der Branche für 2008 weiterhin positiv?, kommentiert der BFW-Vorsitzende Walter Rasch die Studienergebnisse. 30 Prozent der Befragten würden ihre Geschäftslage mit gut bewerten, 26 Prozent gingen für 2008 von einem günstigeren Geschäftsverlauf aus. Wie schon im Herbst 2007 beabsichtigten 24 Prozent die Investitionen in 2008 zu erhöhen.

Die Umfrageergebnisse stützten die These, dass die Finanzmarktkrise noch keine nachhaltigen und gravierenden Auswirkungen auf die deutsche Immobilien- und Wohnungswirtschaft habe. Lediglich neun Prozent der Unternehmen gaben an, dass sich die Finanzkrise negativ auf ihre eigene Finanzierung und Liquidität auswirke. Zwar werden die Investmentumsätze im Immobilienbereich die Rekorde des Vorjahres 2007 nicht erreichen und kreditfinanzierte Transaktionen schwieriger, jedoch stelle sich nach einer deutlichen Abkühlung im ersten Quartal 2008 schon jetzt eine merkliche Beruhigung ein.

?Überschattet wird die positive Branchenentwicklung vom starken Nachfrageeinbruch im Wohnungsneubau?, stellt Rasch fest. Mit einem Genehmigungsrückgang von rund 28 Prozent im Jahr 2007 hat der Wohnungsneubau einen historischen Tiefpunkt erreicht und wird sich 2008 verstetigen. Nach Einschätzung zahlreicher Bauträger wird der Wohnungsneubau vor allem aus zwei Gründen zurückgehen. Einerseits würde nach Inkrafttreten der Erbschafts-steuerreform die Immobilie als Steuersparinstrument abgeschafft. Andererseits würden die verschärften energetischen Anforderungen den Neubau gegenüber Bestandsobjekten benachteiligen. So erstaunt es nicht, dass Bauträger pessimistischer in die Zukunft schauen als der Rest der Branche: 27 Prozent erwarten sinkende Gewinne, 23 Prozent wollen die Investitionen reduzieren und 13 Prozent planen Beschäftigungsabbau.

Zu den Verlierern des Konjunkturaufschwungs zählen zudem die ländlichen Regionen. Die aktuelle Geschäftslage und die Geschäftserwartungen für das Jahr 2008 bewerten 42 Pro-zent beziehungsweise 37 Prozent der Befragten als negativ, im Bundesschnitt hingegen nur 14 beziehungsweise neun Prozent. (te)

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