Anzeige
Anzeige
22. Januar 2008, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Commerzbank bietet Verkaufsschutz

Die Commerzbank AG, Frankfurt/Main, plant, Eigenheim-Kredite künftig gegen Gebühren mit Verkaufsschutz anzubieten.

Die Bank erklärt damit vertraglich, auf einen Weiterverkauf von Darlehen zu einem späteren Zeitpunkt zu verzichten. Das Angebot können auch bestehende Kunden nutzen. Nach dem derzeitigen Stand der Planungen soll das Produkt im April starten. Der Preis für die Garantie wird voraussichtlich zwischen 0,1 und 0,2 Prozent der Kreditsumme per annum liegen.
Das Kreditinstitut reagiert mit dem Produkt auf die weltweite Finanzmarktkrise und die dadurch geschürte Verunsicherung bei Kreditnehmern. Die Commerzbank bezieht sich auf eine repräsentative Umfrage, die in ihrem Auftrag vom Marktforschungsinstitut TNS Infratest durchgeführt wurde. Danach äußerte sich mehr als die Hälfte der Befragten besorgt angesichts der Möglichkeiten von Banken, Kredite weiterzuveräußern, rund zwei Drittel wären über einen Verkauf ihres Eigenheimkredits verärgert und etwa vier Fünftel zeigten großes Interesse an einer garantierten Nichtveräußerung.

In der jüngeren Vergangenheit ist es bei Banken zunehmend üblich geworden, Darlehen an Investoren weiter zu verkaufen. Auf diese Weise können Geldhäuser die Kosten von Kapitalerhöhungen umgehen und zugleich Risiken abbauen. Auch für Investoren war es, bis der Markt im letzten Jahr zusammenbrach, ein lukratives Geschäft. Kunden profitieren von diesem Vorgang in der Regel nicht, sie müssen damit rechnen, dass sich die Konditionen zu ihren Ungunsten ändern.

Die Problematik im Zusammenhang mit der Weitervergabe von Krediten hat auch auf politischer Ebene zu einer Diskussion geführt. Verbände und Parteien fordern Schutzmaßnahmen für Kreditkunden (cash-online berichtete hier). (hb)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...