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9. Oktober 2008, 00:00
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Energetische Sanierungen bieten Potenzial

Die energetische Sanierung deutscher Wohngebäude bietet ein Marktpotenzial in Höhe von 1.100 Milliarden Euro. Dies ergibt eine Untersuchung der TH Projektmanagement GmbH (THP), Berlin.

Um den Heizenergiebedarf um eine Kilowattstunde pro Quadratmeter und Jahr zu reduzieren, müssten Sanierer durchschnittlich knapp zwei Euro pro Quadratmeter investieren. Laut THP sind in der Praxis rund 60 bis 75 Prozent der Energieeinsparungen technisch sinnvoll umsetzbar.

?Derzeit ist die Rendite der Investitionen in die energetische Sanierung zu gering, um sie ingroßem Umfang durchzusetzen. Wenn jedoch die Heizkosten im selben Tempo steigen wiein der vergangenen Dekade, wird in den nächsten fünf bis zehn Jahren die Wirtschaftlichkeitsschwelle überschritten und der Markt für milliardenschwereBauinvestitionen ist offen?, so Dr. Thomas Herr, Geschäftsführender Gesellschafter derTHP.

Die Kosten fallen je nach Gebäudetyp unterschiedlich aus: So wurden für die energetische Sanierung eines Einfamilienhauses mit einer Nutzfläche von 150 Quadratmetern Kosten von rund 42.000 Euro, also 280 Euro pro Quadratmeter ermittelt. Damit kann eine Ersparnis von rund 15.500 Kilowattstunden pro Jahr erzielt werden. Bei den aktuellen Heizenergiepreisen von durchschnittlich 0,07 Euro pro Kilowattstunde könnten somit knapp 1.100 Euro pro Jahr eingespart werden.

?Bis zu 160 Millionen Tonnen an Kohlendioxid-Emissionen könnten jedes Jahr eingespart werden?, so Herr. ?Dies entspricht dem aktuellen jährlichen Kohlendioxid-Ausstoß von rund 13 Millionen Menschen, also etwa der Bevölkerung Bayerns.? (mo)

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