Anzeige
Anzeige
5. Dezember 2008, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gutachten: EnEV benachteiligt Vermieter

Die von der Bundesregierung ab kommendem Jahr geplante Verschärfung der Energieeinsparverordnung für Gebäude (EnEV) geht zu Lasten von Vermietern und bringt für den Klimaschutz mehr Schaden als Nutzen. Zu diesem Fazit kommt ein aktuellesGutachten von Professor Dr. Volker Eichener, Gründungsrektor der neuen EBZ Business School in Bochum. Der Wohnungswirtschaftler kommt zu dem Schluss, dass eineKombiförderung von Abriss und Neubau zu mehr CO2-Einsparung führen würde als einInvestitionszwang für Altbauten.

Hintergrund: Die Bundesregierung hat sich im Rahmen internationaler Abkommen (Kyoto, G8) zu ehrgeizigen Klimaschutzzielen verpflichtet. Diese sind nur erreichbar, wenn der Energieverbrauch bestehender Wohngebäude massiv gesenkt wird. Vor diesem Hintergrund stellt die Energieeinsparverordnung nicht nur hohe Anforderungen an die Energieeinsparung bei Neubauten, sondern auch bei Umbau und Modernisierung bestehender Wohngebäude. Mit der EnEV-Novelle, über die dieser Tage in Berlin beraten wird, sollen die Anforderungen um weitere 30 Prozent verschärft werden.

Eichener: Kombiförderung statt Investitionszwang

Die Reform zwinge Vermieter zu unwirtschaftlichen Investitionen, so die Kritik Eicheners. ?Die Bundesregierung behauptet zwar, dass sich die Energiesparinvestitionendurch die eingesparten Heizkosten rechnen. Dabei hat sie aber ihr eigenes Mietrechtübersehen, dass dafür sorgt, dass die Mieter von den eingesparten Energiekostenprofitieren, während der Vermieter auf seinen Kosten sitzen bleibt.? Im Ergebnis würden dieVermieter überhaupt nichts mehr an ihren Häusern tun. ?Eine weitere Verschärfung derEnergieeinsparverordnung würde dem Klimaschutz einen Bärendienst erweisen?, soder Professor.

Eichener empfiehlt statt Zwangsmaßnahmen eine Kombiförderung von Abriss und Neubau: ?Es gibt imAltbaubestand regelrechte CO2-Schleudern, bei denen eine extrem kostspielige energetischeSanierung unsinnig wäre. Besser wäre es, solche ökologischen Monstren ganz vom Markt zunehmen ? und den Eigentümern dafür eine Abrissförderung zu gewähren.? Im Rahmen einerKombi-Förderung könne gleich der Neubau energieeffizienter und barrierefreier Wohnungenmitgefördert werden. (hb)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...