17. Juli 2008, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immo-AGs nicht transparent genug

Deutsche Immobilienaktiengesellschaften sind nicht ausreichend transparent ? so lautet das Ergebnis des Transparenz-Ratings von Feri Rating & Research, Bad Homburg.

Der durchschnittliche Transparenzgrad aller bewerteten Unternehmen liege bei rund 36 Prozent. Transparenteste Gesellschaft ist laut Untersuchung die Berliner Polis AG mit 72 Prozent. Pikant: Feri ratet regelmäßig alle Immobilien dieser Gesellschaft.

Auf den Plätzen folgen Fair Value, München, mit 67 Prozent, Alstria Office (54 Prozent), Hamburg, IVG Immobilien (46 Prozent), Bonn, und Hamborner (44 Prozent), Duisburg. Schlusslichter seien die Berliner Orco Germany (24 Prozent), GBWAG und Dibag Industriebau, beide München, mit 18 beziehungsweise 15 Prozent. Deutlich transparenter präsentierten sich mit 62 Prozent einige offene Immobilienfonds, deren aktuelle Rechenschaftsberichte zum Vergleich ausgewertet wurden.

?Investoren am Kapitalmarkt strafen mangelnde Transparenz mit Risikoabschlägen ab. Angesichts der Ergebnisse des Transparenz-Ratings ist es nicht überraschend, dass bei vielen Gesellschaften der Börsenwert deutlich unterhalb des Net Asset Value liegt?, erklärt Helmut Knepel, Vorstand der Feri Finance AG. Zahlreiche Immobilienaktiengesellschaften verzichteten teilweise oder komplett darauf, Einzelverkehrswerte, Mieteinnahmen, Annahmen zur nachhaltigen Mieterträgen und Vermietungsquoten zu veröffentlichen.

Offene Immobilienfonds schneiden besser ab

Damit unterschieden sie sich wesentlich von offenen Immobilienfonds, die seit einigen Jahren deutlich transparenter aufträten. ?Immobilienaktiengesellschaften fehlt es insbesondere bei der Darstellung des Immobilienbestandes an der notwendigen Transparenz. Diese Informationen sind jedoch bei Gesellschaften, deren Wert sich überwiegend aus demImmobilienbestand ergibt, absolut erforderlich?, so Wolfgang Kubatzki, Leiter Real Estate bei Feri.

Bewertet wurden die Geschäftsberichte von Immobilienaktiengesellschaften ab einer Marktkapitalisierung von 50 Millionen Euro – den Fokus legt die Studie dabei auf Bestandsimmobilienhalter. In die Beurteilung fließen zu 75 Prozent die Transparenz bei der Vermögenssituation (Anlage- und Umlaufvermögen) sowie zu 25 Prozent die Komponenten Fremdkapital und die Berechnung des Nettosubstanzwertes ein, so Feri. Insgesamt lägen der Berechnung 230 Einzelkriterien zugrunde. Maßgeblich bestimmt werde das Rating durch die Transparenz auf Einzelobjektebene. (mo)

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Trotz 2. Liga: Die Nürnberger bleibt der Sponsor des 1. FC Nürnberg

Auch wenn es sportlich derzeit beim 1. FC Nürnberg definitiv nicht rund läuft. Die Nürnberger Versicherung bleibt dem noch Mitglied der 1. Bundesliga auch künftig treu und verlängert sein Engagement als Haupt- und Trikotsponsor um weitere drei Jahre.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Brexit-Chaos hält die Zinsen niedrig

Eigentlich sollte Großbritannien am 29. März aus der EU austreten. Nun wird eine Fristverlängerung angestrebt, doch auch der an den Finanzmärkten gefürchtete harte Brexit ist noch möglich. Wie sich all das auf die Bauzinsen auswirkt, erklärt Michael Neumann von Dr. Klein.

mehr ...

Investmentfonds

Weltwassertag: Ohne Wasser ist alles nichts

Heute ist Weltwassertag – Bestandteil der Wasserdekade der Vereinten Nationen, die für den Zeitraum von März 2018 bis März 2028 ausgerufen wurde. Ein Kommentar von Nedim Kaplan, Ökoworld Lux S.A.

mehr ...

Berater

Deutsche Bank: Millionenabfindung für Ex-Chef Cryan

Der nicht einmal drei Jahre an der Spitze der Deutsche Bank stehende Brite John Cryan hat für seinen unfreiwilligen Abschied viel Geld bekommen. Die Abfindung beläuft sich auf knapp 8,7 Millionen Euro, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht der Deutschen Bank hervorgeht.

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB Group wird 20

In diesem Monat – genauer gesagt: an diesem Wochenende – feiert die RWB Group aus Oberhaching ihr 20-jähriges Jubiläum. Heute betreut das auf Private-Equity-Dachfonds spezialisierte Unternehmen über 80.000 Privatanleger mit rund zwei Milliarden Euro Anlagevolumen.

mehr ...

Recht

Widerrufs-Joker: Gericht weist Musterklage ab

Die bundesweit erste Musterfeststellungsklage von Verbrauchern gegen ein Unternehmen scheitert vor Gericht an einer formalen Hürde. In Deutschland gibt es die Musterklage erst seit vergangenem November.

mehr ...