JLL: Direktinvestitionen brechen ein

Die Direktinvestitionen in Gewerbeimmobilien sind im ersten Halbjahr 2008 europaweit um voraussichtlich 44 Prozent auf 69 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Das ist das vorläufige Ergebnis erster Hochrechnungen des global agierenden Immobilienberatungsunternehmen Jones Lang LaSalle (JLL), Frankfurt.

Auf Großbritannien, Deutschland und Frankreich, die traditionell rund zwei Drittel des Transaktionsvolumens notieren, entfielen bis zur Jahresmitte 2008 lediglich knapp die Hälfte, nämlich 35 Milliarden Euro, teilt JLL mit. Dies entspräche einem Rückgang von 60 Prozent gegenüber der ersten Hälfte des vergangenen Jahres. In Deutschland fiel das Volumen im zweiten Quartal 2008 wohl auf drei bis vier Milliarden Euro, nach acht Milliarden Euro in den ersten drei Monaten, so JLL.

Der Ausblick für die zweite Hälfte des Jahres ist ebenfalls ernüchternd: ?Durch die weiter eingeschränkte Liquidität auf den Fremdkapitalmärkten wird die Zahl großer Transaktionen und großer Portfolios begrenzt bleiben. Wir gehen mittlerweile davon aus, dass das Gesamtvolumen 2008 um etwa 45 Prozent unter den 244 Milliarden Euro des Vorjahres liegen wird?, so Tony Horrell, Leiter Capital Markets Europe bei JLL. (mo)

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