BFW: Unterstützung auch für Immobilienwirtschaft

Angesichts der Anhörung des Bundestags-Finanzausschusses am kommenden Montag fordert der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), Berlin, auch die Immobilienwirtschaft in die Wirtschaftshilfen des zweiten Konjunkturpakets einzubeziehen.

?Deutschland hat 2008 den niedrigsten Stand an Baugenehmigungen nach Ende des Krieges erreicht. Dies führt gerade in Ballungszentren wie München, dem Rhein-Main-Gebiet, Köln oder Hamburg dazu, dass bezahlbarer familien- und altersgerechter Wohnraum knapper wird?, so BFW-Präsident Walter Rasch.

Der BFW untermauert seinen Standpunkt mit dem Ergebnis eines Gutachtens des Eduard-Pestel-Instituts, Hannover: Demzufolge müssten bis 2025 aufgrund des erhöhten Bedarfs bundesweit rund 400.000 Wohneinheiten jährlich neu gebaut werden. Tatsächlich erstellt werde derzeit aber nur die Hälfte. (cash-online berichtete hier)

Als konkrete Lösung nennt der BFW eine befristete Verdopplung des Abschreibungssatzes für neu errichtete Gebäude auf jährlich vier Prozent degressiv in den ersten acht Jahren, sofern die Höchstwerte der Energieeinsparverordnung um mindestens 30 Prozent unterschritten werden.

Laut einem Gutachten des IW Köln und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim, stellt die Immobilienwirtschaft mit einer Wertschöpfung von fast 390 Milliarden Euro beziehungsweise fast 19 Prozent eine der größten Branchen in Deutschland dar ? deutlich größer etwa als der Fahrzeugbau, der Maschinenbau oder der Handel, so der BFW. (mo)

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