CBRE: Transaktionsvolumina durchschnittlich kleiner

Das durchschnittliche Transaktionsvolumen auf dem gewerblichen Immobilieninvestmentmarkt in Europa hat sich in den ersten sechs Monaten 2009 weiter verringert. Das berichtet der Immobilienberater CB Richard Ellis (CBRE). Grund dafür sei vor allem der Rückgang von großen Einzeltransaktionen.

Demnach hatte eine durchschnittliche Transaktion in diesem Zeitraum ein Volumen von 18,4 Millionen Euro – 59 Prozent weniger als die 44,4 Millionen Euro, die zum Höhepunkt des Marktes Mitte 2007 erzielt wurden.

Laut CBRE zeigen diese Zahlen, wie schwierig es durch die Finanzkrise und einen zeitweise nicht mehr existierenden Verbriefungsmarkt für gewerbliche Immobilienkredite geworden ist, großvolumige Finanzierungen durchzuführen.

Starker Rückgang bei Großtransaktionen

Besonders signifikant sei der Rückgang bei sehr großen Transaktionen. In den starken Investitionszeiten seien von Investoren Prämien für Portfolios gezahlt worden. So wurden nach CBRE-Angaben im ersten Halbjahr 2007 115 Transaktionen mit einem Volumen von mehr als 200 Millionen Euro beurkundet. Das gesamte Volumen dieser Transaktionen habe sich auf mehr als 51 Milliarden Euro belaufen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hingegen wären lediglich neun Deals in dieser Kategorie mit einem Gesamtvolumen von 4,2 Milliarden Euro abgeschlossen worden.

Kleinere Immobilientransaktionen mit einem Volumen von unter 50 Millionen Euro repräsentierten 48 Prozent des Gesamtwertes der gehandelten Immobilien. In der ersten Hälfte des Jahres 2007 habe dieser Wert bei 25 Prozent gelegen.

„Die Bereitschaft der Banken, Kapital für große Transaktionen bereitzustellen, war zuletzt gering. Für die kommenden Monate erwarten wir hingegen eine Veränderung. Vor allem im Bereich bis zu 100 Millionen Euro ist eine leichte Entspannung zu erkennen“, kommentiert Fabian Klein, Head of Investment bei CB Richard Ellis in Deutschland.

Auch der Rückgang bei den Kapitalwerten habe Einfluss auf die durchschnittlichen Transaktionsvolumina. In Großbritannien allein hätten nach IPD-Berechnungen die Kapitalwerte von Gewerbeimmobilien im Schnitt um 44 Prozent im Vergleich zu den Höchstständen aus dem Jahr 2007 nachgegeben. (te)

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