Fidelity: Westeuropäische Immo-Märkte vor der Trendwende

Die Experten der Fondsgesellschaft Fidelity sehen die Immobilienmärkte in Westeuropa in der Bodenbildungsphase. In Großbritannien hätten die Preise ihren Tiefpunkt bereits erreicht, auch in Deutschland und Frankreich kehrten die Investoren zurück. Gewerbeimmobilien bewertet Fidelity derzeit als vielversprechende Alternative zu Staats- und Unternehmensanleihen.

„Die Renditen für Gewerbeimmobilien bewegen sich in den europäischen Märkten auf neue Höchststände zu. So betragen die Renditeaufschläge bei qualitativ hochwertigen Büroimmobilien in den meisten europäischen Großstädten gegenüber Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit mehr als zwei Prozentpunkte“, erklärt Keith Sutton, Direktor für europäische Immobilieninvestments bei Fidelity International in Deutschland.

Kurz- bis mittelfristig tragen die laufenden Einkünfte seiner Einschätzung nach entscheidend zur Performance von Immobilienanlagen bei. Deshalb sei eine fundierte Mieterbonitätsanalyse aktuell wichtiger denn je. Allerdings sei die Zeit knapp: Eine bereits absehbare Erholung der Märkte werde die Immobilienpreise früher als erwartet in die Höhe treiben, glaubt Sutton.

Die bei gewerblichen Immobilien langsam und stetig steigende Zahl von Transaktionen – vor allem in Großbritannien und Frankreich – zeige, dass die wichtigsten Märkten Westeuropas die Talsohle durchschritten haben.

Ausnahmen von diesem Trend bildeten lediglich Spanien und Italien, wo der Einstieg für defensive Investoren aufgrund der wirtschaftlichen Bedingungen frühestens Ende 2010 oder erst 2011 sinnvoll erscheine.

Deutschland hält Sutton dagegen für eine gute Wahl: „Aufgrund der stabileren Preise sind Immobilieninvestments in Deutschland die Basis für ein robustes europäisches Immobilienportfolio. Viel Potenzial sehe ich insbesondere bei anleiheartigen Immobilieninvestments, die den Anlegern stetige Einkünfte sichern.“ (hb)

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