Anzeige
13. Januar 2009, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Deutschland fehlen jährlich 400.000 Wohnungen

Soll der quantitative und qualitative Wohnungsbedarf in Deutschland gedeckt werden, müssen bis 2025 jährlich rund 400.000 Wohnungen gebaut werden. Das ergab eine Studie des Eduard Pestel Instituts, Hannover, im Auftrag des Bundesverbands freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), des Bundesverbands Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau (DGfM), alle Berlin.

Der Gesamtbedarf an neu gebauten Wohnungen pro Jahr ergebe sich einerseits aus demografischen Entwicklungen wie dem Bevölkerungswachstum und der Veränderung der Zahl der Haushalte, andererseits aus dem Umstand, dass nicht sanierungsfähige Wohnungen komplett neu gebaut werden müssten. Im vergangenen Jahr wurden weniger als 200.000 Wohneinheiten fertiggestellt. Die Folgen der zunehmenden Knappheit seien insbesondere in Ballungsräumen wie München, Stuttgart, Köln oder Hamburg bereits zu spüren.

Um den Neubau anzukurbeln fordern die Verbände von der Politik die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung in Höhe von vier Prozent für die ersten acht Jahre, eine Vereinfachung der Regelungen für den Wohn-Riester sowie für jeden Eigenheimbauer oder -käufer eine Zulage in Höhe von 4.500 Euro plus 500 Euro für jedes Kind. Weiterhin setzen sich die Verbände für eine stärkere Förderung des seniorengerechten Bauens ein. Zudem solle die Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen auch auf selbstgenutzte Neubauten ausgedehnt werden.

Walter Rasch, Präsident des BFW, sieht in dem aktuell niedrigsten Stand an Baugenehmigungen nach Kriegsende eine hausgemachte Misere. ?Die Abschaffung der Eigenheimzulage und der degressiven AfA sowie die Mehrwertsteuererhöhung sind Bremsklötze des Wohnungsneubaus.Private Investitionen in den Wohnungsbau und die Attraktivität von Wohnraum als Anlageform müssten gestärkt werden, um dem Wohnungsmangel zu begegnen und Senioren wie Familien ein bezahlbares, selbstständiges und den Bedürfnissen entsprechendes Wohnen zu ermöglichen.?

Das geforderte Maßnahmenpaket könnte Motor für den Wohnungsbau sein, der im west- undmitteleuropäischen Vergleich aktuell noch immer das Schlusslicht bilde. ?Mit derFinanzmarktkrise stehen vor allem Unternehmen im Bauträgergeschäft und in der Projektentwicklung erschwerten Bedingungen zur Kreditvergabe gegenüber. Die vorgestellten Forderungen sind insofern nicht nur wünschenswerte, sondern auch erforderliche Maßnahmen um in Wachstums- und Zuzugsregionen einen Wohnungsmarkt zu gestalten, der ein ausgeglichenes, sozial-verträgliches Angebot-Nachfrage-Verhältnis schafft?, so der BFW-Präsident weiter. (te)

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...