Vivacon verkauft Development-Projekte

Die in Liquiditätsnöten steckende Vivacon AG hat einen Kaufvertrag mit einem ausländischen Investor über fünf Projekte aus ihrem Geschäftsbereich Development abgeschlossen. Darüber unterrichtete das Kölner Immobilienunternehmen per Ad-hoc-Mitteilung.

Laut Vivacon soll der Vollzug der Transaktion zum 30. Juni 2009 erfolgen. Bedingung sei dabei unter anderem die Zustimmung der finanzierenden Banken. Wie Vivacon gegenüber cash-online mitteilte werden die objektfinanzierenden Banken fortlaufend über den Transaktionsprozess unterrichtet: „Aufgrund der konstruktiven Gespräche mit den Kreditinstituten geht die Gesellschaft von einem positiven Votum zu der Veräußerung im Rahmen eines change of control aus.“ Über den Kaufpreis der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Bei den verkauften Assets handelt es sich nach Angaben des Unternehmens um einen Teil des Geschäftsbereichs Development mit Projekten in Berlin, Hamburg und Düsseldorf in einem Volumen von rund 345 Millionen Euro und mit circa 610 Einheiten.

Im Rahmen dieser Transaktion werde auch ein Teil der Mitarbeiter des Development-Bereichs zum Erwerber wechseln. Der Käufer sei ein erfahrener Projektentwickler von Wohnimmobilien und beabsichtige die Projekte wie geplant fertigzustellen. Die bei Vivacon verbleibenden Development-Projekte werden nach eigenen Angaben wie geplant realisiert.

Der Verkauf soll dazu beitragen, die akute Liquiditätskrise der Unternehmensgruppe überwinden (cash-online berichtete hier). Laut Unternehmensangaben fließt Vivacon nicht nur der Kaufpreis zu, sondern durch den Verkauf entfällt die während der Bauphase übliche Liquiditätsbelastung für die fünf Development-Projekte. Darüber hinaus würden die laufenden Verwaltungs- und Personalkosten reduziert.

Laut Vivacon werden auch die Projekte, die das Unternehmen derzeit im Drittvertrieb veräußert, „weiterhin wie in der Vergangenheit in bewährten Strukturen am Markt platziert.“ Überhaupt werde der operativ erfolgreiche Vertrieb wie geplant fortgeführt und stelle nach wie vor ein soliden Partner dar. Über die in Branchenkreisen diskutierten Pläne des Investors, die erworbenen Projeke umzubenennen oder Vertriebsstrategien an bereits vorhandene Strukturen anzupassen, können die Kölner eigenen Angaben zufolge derzeit noch keine Auskunft erteilen. (te)

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