8. September 2010, 13:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Energiekonzept der Regierung trifft Immobranche

Das Neun-Punkte-Programm der Bundesregierung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung sieht neben prominent diskutierten Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke vor, dass der Wärmebedarf des Gebäudebestands bis 2050 auf ein klimaneutrales Niveau gesenkt werden soll. Damit verschäft Berlin die Sanierungsvorschriften für Gebäude deutlich. 

Energiehaus-127x150 in Energiekonzept der Regierung trifft Immobranche Nach dem Energiekonzept soll die Sanierungsrate für Gebäude von derzeit jährlich weniger als ein Prozent auf zwei Prozent des gesamten Gebäudebestands verdoppelt werden. Auf den Gebäudebereich entfallen rund 40 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen. Bis 2020 soll es eine Reduzierung des Wärmebedarfs um 20 Prozent geben und bis 2050 eine Minderung in der Größenordnung von 80 Prozent. Die Bundesregierung stellt allerdings auch eine Förderung der Sanierungsmaßnahmen in Aussicht.

Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA begrüßt das Konzept: “Nahezu alle ZIA-Forderungen zum Klimaschutz und der Rolle der Immobilienwirtschaft wurden dabei berücksichtigt”, freut sich Andreas Mattner, Präsident des ZIA. Zwar sei das Ziel der so genannten “Modernisierungsoffensive für Gebäude” ambitioniert. “Die Klimaziele erfordern einen immensen Kraftakt aller Beteiligten. Aber dieser Kraftakt erscheint jetzt möglich”, so Mattner.

Der Verband hatte steuerliche Anreize durch die Wiedereinführung einer Sonderabschreibung, eine Novelle des Mietrechtes für investitionsfreundlichere energetische Sanierungen, Anreizsysteme zum CO2-Gebäudesanierungsprogramm und einen einheitlichen Rahmen für Wärmeliefer-Contracting gefordert. “Ausdrücklich begrüßen wir den jetzt gewählten Ansatz, steuerliche Anreize, gezielte Förderprogramme, Wärmecontracting und Mietrecht als Gesamtpaket für den Klimaschutz zu verstehen und auch die Finanzierung des Maßnahmenbündels zu berücksichtigen”, so Mattner. Der ZIA stehe der Bundesregierung bei der Umsetzung als Sparringspartner zur Verfügung und werde sich außerdem bei dem alle drei Jahre durchzuführenden Monitoring einbringen.

Abzuwarten bleibe, ob und wie die Ziele im Einzelnen umgesetzt werden. Insbesondere müssten die regionalen Unterschiede und Wertigkeiten von Immobilien Berücksichtigung bei den geplanten Maßnahmen finden. “Nicht überall werden Investitionen und Förderungen in einem angemessenen Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen können”, erwartet Mattner. (te)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

GKV: Kassen laufen Sturm gegen Spahn-Pläne

Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgesehenen Änderungen bei der Organisation der Kassen stoßen auf vehementen Widerstand bei den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV).

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Immer höhere Darlehen

Die hohen Preise für Objekte an den deutschen Immobilienmärkten treiben auch die Darlehenssummen stetig weiter nach oben. Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, berichtet über aktuelle Entwicklungen bei den Baufinanzierungen.

mehr ...

Investmentfonds

Biotechnologie: “Ungebremste Innovationskraft”

Welches sind die größten Risiken bei einer Investition in Biotechnologie und was sollten Anleger beachten? Darüber hat Cash. mit Dr. Ivo Staijen, CFA gesprochen, Manager des HBM Global Biotechnology Fund.

mehr ...

Berater

Wirecard: Softbank als neuer Partner in Fernost

Der Zahlungsabwickler kann nach Berichten über umstrittene Bilanzierungspraktiken gute Nachrichten verkünden: Der Tech-Konzern Softbank investiert 900 Millionen Euro in Wirecard. Er soll den Dax-Kozern als Partner in Fernost unterstützen.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin untersagt Direktinvestments in Paraguay

Die Finanzaufsicht BaFin hat drei Angebote von Vermögensanlagen in Deutschland über den Kauf, die Pflege sowie die Verwertung von Edelholzbäumen untersagt. Anbieter ist die NoblewoodGroup.

mehr ...

Recht

WhatsApp-Party-Einladung kann teuer werden

Bereits zum zweiten Mal hatte ein Jugendlicher per WhatsApp zu einer großen Grillparty aufgerufen. Leider spielte die Polizei da nicht mit und unterband die Veranstaltung auf einem Grillplatz im Landkreis Heilbronn. Zudem kündigte die Beamten an, den finanziellen Aufwand für ihren aufwändigen Einsatz dieses Mal in Rechnung zu stellen. Für die Eltern dürfte der Spaß teuer werden, denn die Privathaftpflicht zahlt nicht.

mehr ...