Anzeige
27. Januar 2010, 17:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienwirtschaft begrüßt Mittelfreigabe für KfW

Der aufgrund des vorläufigen Bundeshaushalts seit dem 5. Januar 2010 bestehende Zusagestopp für die KfW-Förderprogramme Energetisch Sanieren und Energetisch Bauen ist mit dem heutigen Beschluss des Bundestags-Haushaltsausschusses aufgehoben worden.

Walter Rasch 01 Jpg-112x150 in Immobilienwirtschaft begrüßt Mittelfreigabe für KfW

Walter Rasch, BSI/BFW

Zwar fließen künftig die Fördergelder wieder – allerdings in deutlich geringerem Ausmaß als noch im vergangenen Jahr. 2009 wurden mit der im August beschlossenen Aufstockung von 750 Millionen Euro insgesamt über zwei Milliarden Euro Zinsverbilligungen für die Programme zur Verfügung gestellt. Durch diesen Vorzieheffekt reduzieren sich nach Ansicht der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) die Mittel für die Jahre 2010 und 2011.

“Wir begrüßen, dass die KfW jetzt wieder ihre Förderung von energieeffizienten Gebäuden aufnehmen kann“, sagte Walter Rasch, BSI-Vorsitzender und Präsident des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen heute in Berlin im Nachgang an die Sitzung des Bundestags-Haushaltsausschusses.

Gleichzeitig monierte er, dass der aktuelle Haushaltsentwurf 2010 faktisch eine deutliche Kürzung der KfW-Zinszuschüsse in beiden Programmen gegenüber dem Jahr 2009 vorsieht: “Im letzten Jahr wurden über zwei Milliarden Euro an Zinszuschüssen im Rahmen der Förderprogramme bewilligt. Mit rund 890 Millionen Euro ist derzeit nicht einmal die Hälfte eingeplant. Wenn der Haushaltstopf auf diesem Niveau verbleibt, dürften die Mittel wie schon 2009 bereits im Sommer ausgeschöpft sein”, kritisierte der BSI-Vorsitzende.

Rasch weiter: “Wo Modernisierungs- und Neubaumaßnahmen von vornherein durch Bauvorgaben und Mietrecht ein Minusgeschäft sind, kommen Unternehmen ohne Förderung nicht aus, wenn sie in den Klimaschutz investieren wollen und die politischen Ziele der CO2-Reduktion erreicht werden sollen. Dies ist für die Immobilienwirtschaft nicht finanzierbar. Mit der EnEV 2009 sind zudem die Anforderungen an die Energieeffizienz bei Modernisierungsmaßnahmen im Bestand und beim Neubau noch einmal deutlich nach oben geschraubt worden“, erklärte Rasch. „Wenn die Bundesregierung auf nationalem und internationalem Parkett dem Klimaschutz höchste Priorität beimisst, dann sollte sie wenigstens ihre eigenen Vorgaben aus dem Koalitionsvertrag erfüllen und das CO2-Gebäudesanierungsprogramm wirkungsvoller gestalten. Eine faktische Mittelkürzung ist kontraproduktiv.” (te)

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...