3. Juni 2010, 13:02
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Rics: Nachhaltigkeitsziele weltweit gefährdet

Die Royal Institution of Chartered Surveyors (Rics) warnt davor, dass gewerbliche Immobilien weltweit die Nachhaltigkeitsziele verfehlen könnten. Aus dem aktuellen Global Sustainability Survey geht hervor, dass ein wesentlicher Anteil der befragten Rics-Mitglieder das Ziel, dass bis 2020 zehn Prozent des Bestand den ökologischen Kriterien entsprechen, als gefährdet ansieht.

Buerotuerme-moskau-shutter 39007198-130x150 in Rics: Nachhaltigkeitsziele weltweit gefährdet  In Westeuropa und Nordamerika erwarten immerhin rund 40 Prozent der Marktteilnehmer, dass spätestens in fünf Jahren zehn Prozent des Immobilienbestands die Nachhaltigkeitskritierien erfüllen. Rund 20 Prozent der Befragten gehen jedoch davon aus, dass dieses Ziel auch in zehn Jahren noch nicht erreicht ist. Damit würden im Jahr 2020 mehr als 90 Prozent des Objektbestands die Anforderungen verfehlen, sollte das Anreizschema für eine energetische Sanierung nicht verbessert werden.

In Lateinamerika sind die Befragten noch pessimistischer: Dort erwarten rund 50 Prozent der befragten Mitglieder, dass es mehr als ein Jahrzehnt dauern wird bis zehn Prozent des gewerblichen Immobilienbestands die LEED- oder BREEAM-Anforderungen erfüllen. Für Afrika und den Mittleren Osten liegt dieser Anteil bei rund 30 Prozent. Deutlich optimistischer sind die Asiaten: Über 90 Prozent der Befragten rechnen dort damit, dass das Zehn-Prozent-Ziel bis 2020 erreicht wird.

Da jährlich nur ein bis zwei Prozent Neubauten den Bestand ergänzen, muss nach Auffassung der Rics daran gearbeitet werden, die Anreize zur Sanierung und energetischen Verbesserung von Bestandsimmobilien zu verstärken. „Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen ganz klar, dass den Regierungen in allen Teilen der Welt eine zentrale Rolle bei diesem Thema zufällt. Ohne monetäre oder indirekte Anreize zur energetischen und ökologischen Sanierung beziehungsweise Modernisierung werden wir die Ziele, die wir uns gesteckt haben, bei den gewerblichen Bestandsimmobilien nicht erreichen,“ kommentiert Ursula Hartenberger, Rics Global Head of Sustainability. Der Fokus politischen Handelns müsse sich hin zum Bestand verschieben.

Die Märkte, in denen dies besonders schwierig erscheint, sind laut Rics Afrika und der Mittlere Osten, während die Befragten in den sich entwickelnden Märkten Asiens und Osteuropas deutlich optimistischer sind. Die Rics weist zudem darauf hin, dass Eigentümer und Investoren verstärkt am Thema Nachhaltigkeit interessiert sind und dies als relevanten Punkt bei einer Investitionsentscheidung ansehen. Dabei nehme der Sektor für Büroimmobilien vor Industrie- und Einzelhandelsimmobilien insbesondere in Europa eine Führungsposition ein. (bk)

1 Kommentar

  1. […] den Kauf von Immobilien für gewerbliche Zwecke. Sprich der Bau von Wohnanlagen, …WeiterlesenJun03Rics: Nachhaltigkeitsziele weltweit gefährdet – cash-online.decash-online.deDie Royal Institution of Chartered Surveyors (Rics) warnt davor, dass gewerbliche […]

    Pingback von gewerbliche immobilien | buzzlogs — 9. Juni 2010 @ 04:40

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Interne Qualitätsoffensive bei FiNUM.Finanzhaus

Bereits vor mehr als fünf Jahren der ging Finanzvertrieb FiNUM.Finanzhaus an den Start. Die Tochter der JDC Group AG bringt ihre Berater in der internen Wissensschmiede FiNUM.Akademie auf den neuesten Stand hinsichtlich Anlage- und Vorsorgeprodukte sowie regulatorischer Erfordernisse.

mehr ...

Immobilien

Wann für das selbstgenutzte Familienheim keine Erbschaftssteuer anfällt

Kinder können das Familienheim steuerfrei erben, wenn sie innerhalb von sechs Monaten nach dem Erbfall selbst einziehen. Nur in besonders gelagerten Fällen kann dieser Zeitraum verlängert werden, entschied der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 28.5.2019.

mehr ...

Investmentfonds

Nervenkrieg um den Brexit geht weiter

Das Brexit-Drama geht abermals in die Verlängerung. Das britische Unterhaus verschob am Samstag die Entscheidung über das neue EU-Austrittsabkommen und fügte damit Premierminister Boris Johnson eine weitere empfindliche Niederlage zu. Nun ist Johnson eigentlich gesetzlich verpflichtet, bei der Europäischen Union eine Verschiebung des für 31. Oktober geplanten EU-Austritts zu beantragen. Und trotzdem will Johnson versuchen, den Termin noch zu halten.

mehr ...

Berater

Mehr Power für den Finanzvertrieb

Mit einer neuen IT-Lösung will die Inveda.net GmbH das Redaktionssystem mit dem Maklerportal vereinen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bundestag verabschiedet Reform der Grundsteuer

Der Bundestag hat am Freitag nach langem Ringen mit den Ländern Neuregelungen bei der Grundsteuer verabschiedet. Das Parlament stimmte außerdem einer Änderung des Grundgesetzes zu, damit Länder eigene Regelungen entwickeln können.

mehr ...

Recht

P&R: Weitere Anlegerklage gegen den Vertrieb abgewiesen

Ein Vertrieb, der Container der inzwischen insolventen P&R-Gruppe an eine Anlegerin verkauft hatte, hat seine Pflicht zur Plausibilitätsprüfung nicht verletzt. Das geht aus einem weiteren klageabweisenden Urteil hervor, das die Kanzlei Dr. Roller & Partner aus München erstritten hat.

mehr ...