Studie: Via Förderung Wohnungsbaukrise meistern

Vor den Folgen einer weiter anhaltenden Flaute im Wohnungsbau warnt Dr. Franz-Georg Rips, Präsident des Deutschen Mieterbundes: „Wenn die Bundesregierung den Wohnungsbau nicht ankurbelt, schlittern wir unweigerlich in zwei bis drei Jahren in Ballungsräumen in eine neue Wohnungsnot. Die sozialen Spannungen mit allen negativen Folgen wie Ghettobildung und Kriminalität kommen der Gesellschaft deutlich teurer zu stehen als die politische und finanzielle Förderung des Wohnungsbaus durch den Bund.“

Dr. Hans Georg Leuck, Vorsitzender der DGfM, verweist auf die unterstützende Wirkung, die der Wohnungsbau für die Ziele der Bundesregierung hat: „Der Wohnungsbau kann das Wirtschaftswachstum fördern, die negativen Folgen der demografischen Entwicklung abfedern und den Klimaschutz verbessern. Mit der Förderung des Wohnungsbaus kommen wir in allen Bereichen voran.“

Rolf Schettler, Geschäftsführer des unter anderem auch im Bauträger-Bereich aktiven BFW-Mitgliedsunternehmens Schettler Unternehmungen betonte, dass gerade in den Städten des Ruhrgebiets und der Rheinschiene mit ihrem hohen Anteil an nicht sanierungsfähiger Bausubstanz der Jahre 1950 bis 1970 ein hoher Bedarf an Ersatzneubauten vorliege: „Ersatzneubau darf nicht länger ein Tabu sein. Hier muss das nordrhein-westfälische Modell, das dies in einigen Fällen bereits zulässt, bundesweiten Modellcharakter haben. Mit einer Bestandssanierung werden wir nie Neubaustandard erreichen. Zudem hängt die Attraktivität von Wohnraum künftig von mehr als nur der energetischen Optimierung ab. Auch die Anpassung an eine alternde Gesellschaft wird zunehmend wichtiger.“ (te)

Foto: Shutterstock

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