Axa Immoselect plant Verkäufe in großem Stil

Der 2,6 Milliarden Euro schwere offene Immobilienfonds Axa Immoselect stellt mit einem Paketverkauf die Weichen für die Wiederöffnung. Bis dahin wird der Fonds für neue Anleger geschlossen. Für Mittelabzüge ist das Produkt aufgrund von Liquiditätsengpässen bereits gesperrt, doch im November endet die Schonfrist. Dann muss geöffnet oder abgewickelt werden.

VerkaufWie die Fondsanbieterin Axa Investment Managers Deutschland (Axa IM) mitteilt, wurde als Vorbereitungsmaßnahme für die geplante Wiederöffnung ein Portfolio von Immobilien zusammengestellt, das veräußert werden soll. Es umfasst Büro-, Einzelhandels-, Hotel- und Logistikobjekte, die in erster Linie in Deutschland, Frankreich sowie Italien und Benelux liegen.

Ziel sei es, die Liquiditätsquote bis zum Auslaufen der maximal zweijährigen Schließungsfrist auf 30 Prozent zu erhöhen, so Axa IM. Fondsmanager Ian Gordine hält dies für eine lösbare Aufgabe, da sich die Verkäufe auf mehrere Länder verteilten, in denen sein Unternehmen mit Mitarbeitern vor Ort vertreten sei.

Zudem hätten die Immobilienmärkte der ausgewählten Länder und Standorte sich nach der Finanzkrise überwiegend wieder normalisiert. „Dort lassen sich heute bessere Preise erzielen als in den letzten beiden Jahren, sodass jetzt aus unserer Sicht der richtige Zeitpunkt zum Handeln gekommen ist“, sagt Gordine. Derzeit liegt die Liquiditätsquote des Axa Immoselect bei knapp zehn Prozent.

Die Maßnahme, den Fonds bis zum Schicksalstag, dem 17. November 2011, für neue Investitionen zu schließen, solle Anlegern, so Axa IM, die Möglichkeit geben, zunächst die weitere Konsolidierung und Objektverkäufe abzuwarten.

Wie ein Dutzend anderer offener Immobilienfonds wurde der Axa Immoselect erstmals auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, Ende Oktober 2008, wegen Geldnot auf Eis gelegt. Im August 2009 wurde die Anteilsrücknahme wieder aufgenommen. Das war allerdings nur ein kurzes Intermezzo: Bereits im November des gleichen Jahres wurde der Fonds erneut eingefroren.

Seite 2: CS Euroreal, TMW Weltfonds und SEB Immoinvest – wie geht es weiter?

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