Anzeige
17. Februar 2011, 11:08
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Eigentumswohnungen: Investmentvolumen stagniert

Der Umsatz am deutschen Wohnungsmarkt hat 2010 nur minimal angezogen, wobei das Transaktionsvolumen im zweiten Halbjahr wieder etwas nachließ. Die Kaufpreise stiegen bei neuen Angeboten schneller als die Mieten, wie aus den Daten des Immobiliendienstleisters Jones Lang LaSalle (JLL) hervorgeht.

Wasserwaage-gleichgewicht-stabil-127x150 in Eigentumswohnungen: Investmentvolumen stagniertDemnach lag das Wohnportfolio-Transaktionsvolumen 2010 mit rund drei Milliarden Euro annähernd auf dem Niveau des Vorjahres (2,9 Milliarden Euro). Dabei entfiel mit 1,8 Milliarden Euro der überwiegende Teil des Volumens auf die ersten sechs Monate. Eine erhebliche Steigerung war laut JLL lediglich für Portfoliotransaktionen mit weniger als 250 Wohnungen zu notieren (132, dreimal so viele als 2009).

Die Marktanalyse zeigt indes, dass Privatanleger, Family Offices, Pensionskassen und Versicherungen ihre Investitionen in den risikoaversen und inflationssicheren Wohnimmobiliensektor verstärkt haben. Vor allem deutsche Investoren waren aktiv, sie kamen auf fast 90 Prozent der Transaktionen (2009: 76 Prozent).

Käufer größerer Portfolios sind, so JLL, nach wie vor mit hohen Preisvorstellungen der Verkäufer konfrontiert, sodass in diesem Segment nur wenige Deals abgeschlossen wurden, hauptsächlich durch internationale Investoren, die auf einen Anteil am Transaktionsvolumen von 40 Prozent kamen.

Die durchschnittlichen Angebotskaufpreise für Eigentumswohnungen haben sich im zweiten Halbjahr 2010 überproportional im Vergleich zu den durchschnittlichen Angebotsmieten erhöht, wie aus der Studie hervorgeht. Bis auf Köln legten alle von JLL untersuchten Standorte zu, in München, Frankfurt, Berlin und Hamburg bis zu zehn Prozent, in Leipzig, Düsseldorf und Stuttgart bis zu 2,8 Prozent.

Bei den Angebotsmieten hat sich der Aufwärtstrend überall abgeflacht, am stärksten bemerkbar in Frankfurt und Düsseldorf, wo die durchschnittlichen Angebotsmieten erstmals seit 2009 einen leichten Rückgang aufwiesen. Berlin und Hamburg bleiben dagegen nachhaltig die dynamischsten Mietmärkte in Deutschland.

Stabil sind den JLL-Daten nach die Angebotsmieten in Köln und Leipzig. In München bestätigt sich die bereits festgestellte Verlangsamung des Preisauftriebs, demgegenüber hat sich Stuttgart beim Anstieg der Angebotsmieten im zweiten Halbjahr unter die Top 3 vorgeschoben.

Aufgrund des Wachstums der Haushaltszahlen und weiterhin niedriger Fertigstellungszahlen von Wohnflächen erwarten die JLL-Analysten eine weitere Preiszunahme in beiden Segmenten. (hb)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...