Anzeige
Anzeige
8. November 2011, 11:43
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Hamburg: Immobilienblase oder Preiskorrektur?

Die jüngsten Immobilienmarktberichte für Hamburg zeigen: Wohneigentum in der Hansestadt ist so teuer wie nie. Handelt es sich um eine Preisblase oder kommt es zu einer sanften Preiskorrektur?

Gastkommentar von Oliver Moll, Moll & Moll Zinshaus

Oliver-Moll-Zinshaus-127x150 in Hamburg: Immobilienblase oder Preiskorrektur?

Oliver Moll, Moll & Moll Zinshaus

Der Hamburger Gutachterausschuss für Grundstückswerte stellte fest, dass Preise deutlich über 2.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche keine Seltenheit mehr sind. Manche Experten sprechen bereits von einer “Immobilienblase“: Durch eine Marktüberhitzung steigen die Immobilienpreise immer weiter und entfernen sich so vom realen Wert der Objekte.

Fakt ist: In Hamburg ist das Angebot kleiner als die Nachfrage. Immobilien gelten als guter Schutz vor Inflation und Vermögensverlust, sie sind darum begehrt und entsprechend teuer. Das 20-Fache der Jahresnettomiete ist nun die Regel, auch für weniger gute Objekte. Warum Anleger das akzeptieren? Es gibt kaum attraktive Alternativen. In anderen deutschen Metropolen wie Stuttgart, Frankfurt oder München sind die Preise schon lange ähnlich hoch. Und die Nettorendite für Immobilien in Hamburg liegt derzeit bei 3,8 Prozent – der Bundesschatzbrief bringt nur 1,8 Prozent. Das macht vielen Anlegern die Entscheidung leicht. Hinzu kommt, dass der Kapitalmarkt derzeit Fremdkapital für niedrige Zinsen bietet. So liegen die Zehn-Jahres-Konditionen heute bei rund drei Prozent, die Zinsen sind also gesichert. Gefährlich wird es, wenn Leute kaufen, die sich Eigentum nur wegen der aktuell rekordtiefen Zinsen leisten können. Steigt nun der Zinssatz um nur ein bis zwei Prozent oder sinkt die Rendite weiter, wird das vermeintlich sichere Immobilieninvestment zum Verlustgeschäft – die Blase platzt.

Ob das so eintritt, ist derzeit aber noch völlig offen. Im besseren Fall kommt es nur zu einer sanften Preiskorrektur. Insgesamt wäre ich mit dem pauschalen Begriff “Blase” vorsichtig, denn bei Immobilien sind immer Einzelfallbetrachtungen nötig. Besser, man verlässt sich dabei auf den Rat eines Profis. Denn nur wer sein Objekt mit Gewinn verkaufen kann, hat Erträge erwirtschaftet und sein Vermögen gesichert.

Oliver Moll ist Geschäftsführer der Moll & Moll Zinshaus GmbH in Hamburg.

Foto: Moll & Moll Zinshaus

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...