27. Dezember 2011, 08:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienklima trübt sich im Dezember ein

Der von Jones Lang LaSalle herausgegebene King Sturge-Immobilienkonjunktur-Index für den Dezember zeigt, dass die allgemeine Verunsicherung auf dem deutschen Immobilienmarkt spürbar geworden ist. Mit einem Minus von 2,7 Prozent und 119,4 Zählerpunkten fällt der Indexwert auf einen Tiefstand im Jahr 2011.

Schneelandschaft-Sonne-Dunst-127x150 in Immobilienklima trübt sich im Dezember ein

Helge Scheunemann, Researchchef bei Jones Lang LaSalle Deutschland hofft, “dass die Auszeit über Weihnachten auch die Akteure auf den Immobilienmärkten vom tatsächlichen, eingebildeten oder aber herbeigeredeten Druck befreit.” Alles in allem bleibe sicherlich abzuwarten, ob sich die deutsche Wirtschaft weiter dem Abschwung in der Eurozone entziehen und die Sonderstellung als Zugpferd behaupten kann.

Diese generelle Hoffnung hegen zumindest die Immobilienexperten aktuell nicht. Im Dezember 2011 ist das Immobilienklima nach einer kurzen Erholungsphase im November deutlich eingetrübt. Dazu hat wesentlich das Investmentklima beigetragen (minus 3,3 Prozent). Die Verschlechterung des Ertragsklimas fällt dagegen mit minus 1,9 Prozent weniger ins Gewicht.

Auch die Immobilienkonjunktur verzeichnet demnach im Dezember ihren Tiefstand des Jahres 2011: 201,8 Zählerpunkte schlagen zu Buche. Allerdings kann der Rückgang laut JLL als “moderat” bezeichnet werden, sodass sich dabei ein Seitwärtstrend abzeichnet.

Wohnklima unbeeindruckt im Aufwind

Unbeeindruckt zeigt sich hingegen der Wohnklima-Index. Dieser hat auch im Dezember erneut zugelegt. Mit einem Plus von 1,1 Prozent wird ein Wert von 161,8 Zählerpunkten markiert. Keine Fortsetzung der Aufhellung gibt es beim Büroklima. Mit einem Minus von 5,5 Prozent hat dieser Wert im laufenden Monat die größten Verluste zu verzeichnen und markiert mit 102,1 Zählerpunkten sein Jahrestief. Auch das Handelsklima ist im Sinkflug – zum fünften Mal in Folge. Aktuell werden 119,9 Zählerpunkte notiert.

Scheunemann hat einen zu den Festtagen passenden Ratschlag bereit: “Besinnung auf das Wesentliche ist angesagt. Und das Wesentliche ist, dass die Asset-Klasse Immobilie in der Krise umso wertvoller wird. Beste Voraussetzungen also für eine erneute Aufhellung des Klimas nach dem Jahreswechsel.” (te)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

GKV: Kassen laufen Sturm gegen Spahn-Pläne

Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgesehenen Änderungen bei der Organisation der Kassen stoßen auf vehementen Widerstand bei den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV).

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Immer höhere Darlehen

Die hohen Preise für Objekte an den deutschen Immobilienmärkten treiben auch die Darlehenssummen stetig weiter nach oben. Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, berichtet über aktuelle Entwicklungen bei den Baufinanzierungen.

mehr ...

Investmentfonds

Biotechnologie: “Ungebremste Innovationskraft”

Welches sind die größten Risiken bei einer Investition in Biotechnologie und was sollten Anleger beachten? Darüber hat Cash. mit Dr. Ivo Staijen, CFA gesprochen, Manager des HBM Global Biotechnology Fund.

mehr ...

Berater

Wirecard: Softbank als neuer Partner in Fernost

Der Zahlungsabwickler kann nach Berichten über umstrittene Bilanzierungspraktiken gute Nachrichten verkünden: Der Tech-Konzern Softbank investiert 900 Millionen Euro in Wirecard. Er soll den Dax-Kozern als Partner in Fernost unterstützen.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin untersagt Direktinvestments in Paraguay

Die Finanzaufsicht BaFin hat drei Angebote von Vermögensanlagen in Deutschland über den Kauf, die Pflege sowie die Verwertung von Edelholzbäumen untersagt. Anbieter ist die NoblewoodGroup.

mehr ...

Recht

WhatsApp-Party-Einladung kann teuer werden

Bereits zum zweiten Mal hatte ein Jugendlicher per WhatsApp zu einer großen Grillparty aufgerufen. Leider spielte die Polizei da nicht mit und unterband die Veranstaltung auf einem Grillplatz im Landkreis Heilbronn. Zudem kündigte die Beamten an, den finanziellen Aufwand für ihren aufwändigen Einsatz dieses Mal in Rechnung zu stellen. Für die Eltern dürfte der Spaß teuer werden, denn die Privathaftpflicht zahlt nicht.

mehr ...