Anzeige
2. November 2011, 10:54
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienkonjunktur-Index gibt nach

Wie schon in den Vormonaten hat sich das im Oktober im Rahmen des King-Sturge-Index erhobene Immobilienklima weiter eingetrübt. Der Rückgang fällt laut Index-Herausgeber Jones Lang LaSalle jedoch geringer aus als noch im August und September. Die Abnahme resultiert aus einem schwächeren Investment- und Ertragsklima.

Hausindex-127x150 in Immobilienkonjunktur-Index gibt nachDer Immobilienkonjunkturindex weist im Oktober noch 121,6 Zählerpunkte aus – ein Rückgang von 3,7 Prozent. “Ob die Abwärtsentwicklung des Index im November gestoppt wird, bleibt abzuwarten”, so Helge Scheunemann, Leiter Research des Immobilienberatungsunternehmens Jones Lang LaSalle (JLL) in Deutschland, das den King Sturge-Index herausgibt. Die im Vergleich zu den Vormonaten abgeschwächte Negativentwicklung des Index zeigt sich laut JLL auch in den einzelnen Immobiliensegmenten. Die Stimmung in den einzelnen Teilsegmenten sinkt demnach zwar weiterhin, die Geschwindigkeit hat jedoch auch hier abgenommen.

Nach wie vor trübt sich das Büroklima zwar am stärksten ein und demonstriert damit die höchste Volatilität der Teilsegmente. Mit 5,3 Prozent hat sich die Abwärtsgeschwindigkeit den Index zum September jedoch fast halbiert (Vormonat: minus zehn Prozent). Auch der Bereich Handel konnte die Verluste auf der Indexskala mit aktuell 2,6 Prozent ebenfalls drosseln (Vormonat: minus 4,9 Prozent). Beim Wohnklima ist gemäß Index aktuell eine Trendumkehr zu verzeichnen. Obwohl die Verluste hier mit 2,2 Prozent weiterhin am niedrigsten sind, haben diese im Vergleich zum Vormonat (minus 1,8 Prozent) zugenommen. Damit erreiche laut JLL erstmals Nervosität das bisher als “sicherer Hafen” apostrophierte Immobiliensegment.

Auch die Immobilienkonjunktur zeigt aktuell eine Abschwächung der negativen Entwicklung. Der Rückgang beträgt im Oktober nur noch ein Prozent. Mit aktuell 203,5 Zählerpunkten bewegt sich die Immobilienkonjunktur annähernd auf Vorjahresniveau. “Ungewisse Zeiten. Fraglos. In Deutschland, in Europa, in der Welt. Und es sieht so aus, als würde die Ungewissheit zur Regel mutieren. Gewissheiten gebärden sich demgegenüber zunehmend als Ausnahmen”, kommentiert Scheunemann. Und weiter: “Nach der Ungewissheit ist folglich vor der Ungewissheit. Die Nachhaltigkeit der Ungewissheit wird zum Dauerthema. Niemand vermag unter den gegebenen Umständen zu prognostizieren, was nach der Entscheidung in Brüssel tatsächlich passiert. Stabilisiert der Finanzmarkt-Hebel tatsächlich Politik, Gesellschaft und Märkte in Europa? Oder greifen die ins Auge gefassten Maßnahmen doch noch zu kurz? In Griechenland meldet sich derweil die Politik zurück – mit einer dramatischen Destabilisierung des europäischen Gefüges und der Finanzmärkte im Gefolge. Das Management von Ungewissheit jedenfalls ist mehr denn je das Gebot der Stunde – auch in der Immobilienwirtschaft. Gute Nerven sind in dieser Lage genauso gefragt wie die Kunst, in der Ungewissheit richtige Entscheidungen zu treffen. Dabei ist das Fundament in der Immobilienbranche solide wie in kaum einem anderen Wirtschaftszweig. Und das wird vom ‘Markt’ und den handelnden Akteuren nach Verdauen des ersten Schocks im August/September offensichtlich nun auch so gesehen.” (te)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Altersvorsorge: Niedrigzins und neue Produktideen

Die Altersvorsorge befindet sich im Umbruch, diverse neue Produkte drängen auf den Markt. Auch die Gothaer hat ihr Portfolio überarbeitet und ist mit einem neuen Angebot gestartet. Am Anfang der Produktentwicklung stand eine umfangreiche Marktanalyse.

Gastbeitrag von Michael Kurtenbach, Gothaer Leben

mehr ...

Immobilien

Vonovia vereinbart Kooperation mit französischer Groupe SNI

Der Immobilienkonzern Vonovia und sein französisches Pendant, die Groupe SNI, haben vereinbart, zusammenzuarbeiten. Die Unternehmen wollen gemeinsam nach Wachstums- und Investitionsmöglichkeiten suchen.

mehr ...

Investmentfonds

George Soros überträgt Großteil seines Vermögens an eigene Stiftung

Der Finanzinvestor George Soros hat einen Großteil seines Vermögens seine Stiftung Open Society übertragen, die damit zur zweitgrößten Stiftung in den USA wurde. Nur die Bill & Melinda Gates Foundation verfügt noch über mehr Kapital.

mehr ...

Berater

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Capital Stage baut institutionelles Erneuerbare-Energien-Portfolio aus

Die innerhalb der Capital Stage Gruppe auf das Asset-Management-Geschäft für institutionelle Anleger spezialisierte Chorus Clean Energy AG hat für einen von ihr gemanagten Luxemburger Spezialfonds weitere Solar- und Windparks in Deutschland mit einer Gesamterzeugungsleistung von nahezu 20 MW erworben.

mehr ...

Recht

Immobilienverkauf: Die wichtigsten Schritte für Käufer und Verkäufer

Beim Immobilienverkauf sind unabhängig von der Preisverhandlung einige Schritte nötig, die sich bei Käufer und Verkäufer gar nicht so sehr unterscheiden. Wie sich beide Parteien auf den Notartermin vorbereiten sollten und welche Dokumente dafür wichtig sind:

mehr ...