Anzeige
Anzeige
4. Oktober 2011, 15:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

King-Sturge-Index: Immobilien-Stimmung kühlt sich ab

Die Schuldenkrise in Europa drückt auf die Stimmung in der deutschen Immobilienwirtschaft. Der monatlich erhobene King Sturge Immobilienkonjunktur-Index gab im September zum zweiten Mal in Folge deutlich nach.

Hauspreisindex-127x150 in King-Sturge-Index: Immobilien-Stimmung kühlt sich abNach Angaben des Immobilienberatungsunternehmens Jones Lang LaSalle (JLL), das den King Sturge-Index herausgibt, sank das umfragebasierte Immobilienklima von 135,0 auf 126,3 Zählerpunkte. Der deutliche Rückgang um 6,4 Prozent sei etwas höher als im August und unterbreche die Seitwärtsbewegung des Stimmungsindikators.

Der Rückgang des Immobilienklimas basiert laut JLL im September vor allem auf der Entwicklung des Investmentklimas, das um 7,4 Prozent auf 126,9 Punkte abfiel. Neben der Bereitschaft zu Investitionen beurteilten die über 1.000 befragten Marktteilnehmer auch die Miet- und Ertragsentwicklung ernüchtert: Das Ertragsklima ging um 5,5 Prozent auf 125,6 Zähler zurück.

„Konnte sich die Immobilienwirtschaft in den vergangenen Monaten noch gegen die allgemeine Stimmungseintrübung infolge der Eurokrise stemmen, schlägt das Schuldendesaster jetzt auch den Marktteilnehmern in unserer Branche aufs Gemüt“, kommentiert Helge Scheunemann, Head of Research Deutschland bei Jones Lang LaSalle. „Die Verunsicherung ist nachvollziehbar, da sich nicht nur die gesamtkonjunkturellen Eckdaten in Deutschland spürbar verschlechtert haben, sondern die Experten auch über den weiteren Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung uneins sind.“

Zum zweiten Mal in Folge ging nach Aussage von JLL die Einschätzung aller Immobiliensegmente zurück. Das Büroklima verzeichnete mit minus zehn Prozent die höchsten Verluste und sank auf 112,1 Zählerpunkte. Das Handelsklima ging um 4,9 Prozent auf 125,7 Punkte zurück. Am positivsten bewerten die Marktteilnehmer nach wie vor Wohnimmobilien. Das Wohnklima sank lediglich um 1,8 Prozent auf 162,4 Zähler.

„Eine rückläufige Investitionsbereitschaft würde zeitversetzt auch in der gewerblichen Immobilienwirtschaft ankommen. Sie muss sich daher – wie andere Branchen auch – mit dem Gedanken anfreunden, dass sich die Märkte wohl früher oder später abkühlen werden“, kommentiert Scheunemann.

Im September verzeichnete auch die zweite Hauptkomponente des King Sturge-Index, die makroökonomische Immobilienkonjunktur, einen Rückgang um 3,3 Prozent auf 205,5 Punkte. Sie basiert auf der statistischen Auswertung von ifo-Geschäftsklimawerten, Dax, Dimax, Zinsen und Staatsanleihen. „Für Schwarzmalerei besteht indes kein Anlass“, so Scheunemann. „Die Immobilienwirtschaft ist, auch infolge der jüngsten Finanzkrise, wettbewerbsfähig aufgestellt und braucht – zumindest momentan – weder eine neue Kreditklemme noch Abwertungstendenzen zu befürchten.“ (bk)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...