Anzeige
Anzeige
12. April 2011, 17:20
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Investoren kaufen mehr Wohnungen

Investoren richten ihr Augenmerk wieder verstärkt auf deutsche Wohnimmobilien. Nach Angaben von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) wurden im ersten Quartal 2011 rund 858 Millionen Euro mit größeren Wohnungsinvestments umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Steigerung von knapp sechs Prozent.

Hauser-reihe-shutt16362724-123x150 in Investoren kaufen mehr Wohnungen„Der bereits im zweiten Halbjahr 2010 zu beobachtende Trend einer lebhaften Nachfrage vor allem im kleinteiligen und mittleren Segment hat sich in diesem Jahr fortgesetzt“, erläutert Piotr Bienkowski, Geschäftsführer von BNP Paribas Real Estate Deutschland. Die Zahl der registrierten Deals stieg in den ersten drei Monaten um 65 Prozent auf 51 Transaktionen an. Entsprechend sank auch der durchschnittliche Umsatz pro Transaktion von 26 Millionen Euro (erstes Quartal 2010) auf 17 Millionen Euro. Gut 42 Prozent des Gesamtumsatzes und 78 Prozent der Deals entfielen auf Verkäufe bis 25 Millionen Euro, dagegen kamen Deals über 50 Millionen Euro lediglich auf einen Anteil von knapp 25 Prozent am Transaktionsvolumen. Groß ist nach wie vor das Interesse ausländischer Anleger, auf sie entfiel im ersten Quartal knapp 40 Prozent des Investmentumsatzes.

Portfolios und ältere Bestandsobjekte dominieren

Der überwiegende Anteil der Transaktionen entfiel auf Bestandsimmobilien. Im ersten Quartal wurde laut BNPPRE vor allem in klassische Bestandsportfolios (Anteil 45 Prozent) und ältere Bestandsobjekte (überwiegend kleinere Mehrfamilienhausbestände, Anteil 35 Prozent) investiert. Besonders aktive Käufer in diesen beiden Marktsegmenten waren demnach private Immobilienunternehmen mit einem Anteil von 33 Prozent, Immobilien AGs (32 Prozent) sowie private Anleger (rund zehn Prozent). Die Verkaufspreise liegen laut BNPPRE in der Regel zwischen 600 und 1.500 Euro pro Quadratmeter. Das durchschnittliche Volumen der größeren Portfolios lag bei gut 29 Millionen Euro (Vorjahr: rund 51 Millionen Euro).

Immerhin rund 13 Prozent des registrierten Transaktionsvolumens entfielen auf Projektentwicklungen. Wie bereits im Vorjahr konzentrierten sich die Investoren – laut BNPPRE überwiegend Pensionskassen, Versicherungen, geschlossene Fonds und private Immobilienunternehmen – dabei nahezu ausschließlich auf die großen deutschen Metropolen. Das Preisniveau liegt nach Angaben des Unternehmens in der Mehrzahl der Verkäufe zwischen 2.000 und 3.000 Euro pro Quadratmeter. In moderne Bestandsobjekte wurden zu Beginn des Jahres lediglich sieben Prozent des Gesamtumsatzes investiert.

„Ausgehend von dem bereits sehr guten Transaktionsvolumen im ersten Quartal, das nahezu ohne große Portfolioverkäufe realisiert werden konnte, spricht vieles für eine Fortsetzung des positiven Trends“, prognostiziert Bienkowski. „Unterstrichen wird diese Aussage auch dadurch, dass sich einige größere Deals im dreistelligen Millionenbereich aktuell in Vorbereitung befinden.“ Gleichzeitig sei zu berücksichtigen, dass auch institutionelle Investoren zunehmend mehr Interesse an Wohnungsinvestments zeigen. Vor diesem Hintergrund besteht laut Bienkowski eine realistische Chance, 2011 ein höheres Transaktionsvolumen zu erzielen als im Vorjahr. (bk)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

ÖPPs sollen für bessere Einkommensabsicherung sorgen

Öffentlich-private Partnerschaften (“Public-private-Partnership”) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen können der entscheidende Lösungsansatz sein, um Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...