Anzeige
30. August 2011, 15:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

King-Sturge-Index: Stimmung in der Immobilienwirtschaft lässt deutlich nach

Die Turbulenzen auf den weltweiten Finanzmärkten hinterlassen auch in der deutschen Immobilienwirtschaft ihre Spuren. Der mittlerweile von Jones Lang LaSalle (JLL) erhobene King Sturge Immobilienkonjunktur-Index gab im Monat August deutlich nach.

Haus-index-abwaerts-shutt 24953752-127x150 in King-Sturge-Index: Stimmung in der Immobilienwirtschaft lässt deutlich nachDas umfragebasierte Immobilienklima, eine der zwei Hauptkomponenten des Indexes, das als Stimmungsindikator fungiert, sank um 6,2 Prozent auf 135,0 Zählerpunkte (Vormonat: 143,9). Dies ist laut JLL der stärkste Rückgang des vergangenen Halbjahres. Die Stimmung der über 1.000 befragten Marktteilnehmer liege damit wieder auf dem Niveau von Dezember 2010.

Der Stimmungsrückgang wurde durch beide Teilkomponenten des Immobilienklimas verursacht. So fiel das Investmentklima, das die Bereitschaft zu Investitionen anzeigt, auf 137,1 Zähler (Vormonat: 147,1). Das Ertragsklima, das die Stimmung zur Miet- und Ertragsentwicklung spiegelt, sank von 140,8 auf 132,9 Zählerpunkte.

„Nach den jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten ist es kaum verwunderlich, dass sich der King Sturge Immobilienkonjunktur-Index eintrübt“, sagt Helge Scheunemann, Head of Research Deutschland bei JLL. „Aber der Index stürzt keineswegs derart heftig ab wie der Crash an der Börse hätte vermuten lassen. Zwar ist die Immobilienwirtschaft von den teils desaströsen Entwicklungen an den Börsen und Währungsfronten auch betroffen, aber lange nicht so gravierend – zumal die Immobilienmärkte von der anhaltenden Flucht in die Sachwerte auch durchaus profitieren.“

Der Stimmungsabschwung spiegelt sich laut JLL vor allem im Gewerbesektor. Das Büroklima fiel um 8,6 Prozent auf 124,5 Zähler, das Handelsklima um 6,5 Prozent auf 132,2 Punkte. Die Einschätzung im Sektor Wohnimmobilien hingegen zeigt sich laut JLL vom allgemeinen Abwärtstrend relativ unbeeinträchtigt. Das Wohnklima gab lediglich um 1,1 Prozent nach und erreichte 165,3 Punkte.

Auch die zweite Hauptkomponente des King Sturge Index, die auf Wirtschaftsdaten wie den ifo-Geschäftsklimawerten, Dax, Dimax, Zinsen und Staatsanleihen basierende Immobilienkonjunktur weist für den Monat August einen Verlust von 3,4 Prozent aus und pendelte sich bei 212,5 Zählern ein.

Nach Einschätzung von JLL sind die weiteren Aussichten unsicher. „Der deutsche Konjunkturmotor läuft zwar noch, aber deutlich gebremst, da sich die Weltwirtschaft spürbar abkühlt und die deutsche Exportwirtschaft allen Prognosen nach in Mitleidenschaft ziehen wird. Das hat wiederum Auswirkungen auch auf die Binnenkonjunktur – und somit auf die einzelnen Segmente der Immobilienwirtschaft,“ so Scheunemann. (bk)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Allianz überarbeitet Rechtsschutz-Tarife

Die Allianz startet im Oktober ihr neues Privat-Rechtsschutz-Angebot. Nach Angaben des Versicherers wurden die weltweit geltenden Versicherungssummen in allen drei Rechtsschutzvarianten angehoben.

mehr ...

Immobilien

Mietlager profitieren von höheren Wohnkosten

Die Urbanisierung und steigende Mieten treibt auch die Gebühren für Mietlager. Immer mehr Menschen suchen externe Lager, um die Miete für mehr Lagerraum in der eigenen Wohnung zu sparen. Der Markt wächst auch in Deutschland.

mehr ...

Investmentfonds

“Einführung des Euro war Europas größter Fehler”

Eine stabile europäische Währungsunion wird nie existieren. Darüber sind sich die Europa-Experten einig, die beim zweiten Feri Science-Talk über die Zukunft und Schwierigkeiten des Euro diskutiert haben. Keiner der Lösungsvorschläge scheint gut genug, um die wachsenden Probleme zu lösen.

mehr ...

Berater

Fondskonzept und DGFRP beschließen IT-Kooperation

Wie die Deutsche Gesellschaft für Ruhestandsplanung (DGFRP) und der Illerstissener Maklerpool Fondskonzept mitteilen, arbeiten sie ab dem 1. November in der Informationstechnologie zusammen. Hierzu bündeln die beiden Maklerdienstleister ihre IT-Lösungen und fassen Ressourcen in den Sparten Investment und Versicherungen zusammen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Autark Invest: Vertrieb mit abgelaufenem Prospekt?

Die Finanzaufsicht BaFin weist auf ihrer Website darauf hin, das der Verkaufsprospekt der Autark Invest GmbH, Olpe, “ungültig” ist. Er hat sein gesetzliches Haltbarkeitsdatum überschritten.

mehr ...

Recht

Immobilienverkauf: Die wichtigsten Schritte für Käufer und Verkäufer

Beim Immobilienverkauf sind unabhängig von der Preisverhandlung einige Schritte nötig, die sich bei Käufer und Verkäufer gar nicht so sehr unterscheiden. Wie sich beide Parteien auf den Notartermin vorbereiten sollten und welche Dokumente dafür wichtig sind:

mehr ...