Studentenapartments: Möbliertes Wohnen mit Renditechance

Nach Aussage von Nonnengässer sollten Studentenapartments die Balance zwischen einer günstigen Entfernung zur jeweiligen Universität sowie guter Erreichbarkeit des Stadtzentrums halten. Auf der grünen Wiese würde dieses Produkt nicht funktionieren.

grafik„Je näher am Campus, umso besser“, betont dagegen Dammaschk. „Die Studentenzahlen werden nicht für immer auf diesem hohen Niveau bleiben. Wenn die Nachfrage zurückgeht, werden die campusnahen Objekte sich behaupten.“ Entscheidend ist zudem die Apartmentgröße. Das Objekt sollte ganz oder überwiegend aus Einzelapartments bestehen, da diese von den Studenten gefordert werden.

Zweier- oder Vierer-WGs sind deutlich geringer nachgefragt. Das sieht auch die GBI AG so. Das Unternehmen hat mittlerweile seine älteren Wohnanlagen komplett auf Einzelapartments umgestellt, auch die Studentenwerke tun dies zunehmend.

Mit Einbauküche und Lounge

Youniq vermietet je nach Standort Ein-Zimmer-Apartments mit durchschnittlich 22 Quadratmetern und Zwei-Zimmer-Apartments mit rund 50 Quadratmetern Wohnfläche. Die Apartments sind voll möbliert und jeweils mit einem eigenen Bad und einer Küchenzeile ausgestattet. Die Objekte bieten zudem verschiedene Gemeinschaftsräume wie Learning-Lounge und Fitnessraum an.

„Entscheidend ist die optimale Größe der Apartments. Sind sie zu klein, so gibt es eine hohe Fluktuation, bei zu großen Einheiten wird das Mietniveau zu hoch“, erläutert Nonnengässer.

Das Grundkonzept ist bei den anderen Anbietern moderner Anlagen ähnlich, wobei es Unterschiede bei der Größe und Ausstattung der Apartments und der Zahl der Gemeinschaftsräume gibt. „Gemeinschaftsräume wie ein Fitness-Studio und eine Lounge sind wichtig für die Atmosphäre eines Hauses“, betont Alexander Orthmann, geschäftsführender Gesellschafter von Uni Apart, Ingolstadt.

Die Tochtergesellschaft der Firma Orthmann Hausbau, die seit über 35 Jahren Wohn- und Gewerbeimmobilien erstellt, hat sich seit zehn Jahren auf Studentenapartments in München und Ingolstadt spezialisiert und setzt auf Anlagen mit persönlicher Betreuung. Das neue Projekt in der Haslangstraße in Ingolstadt weist 56 Wohneinheiten auf, die Anlage in der Münchener Zwillingsstraße 116 Einheiten.

„Wir setzen in der Regel auf weniger Gemeinschaftsräume, da die Erfahrung zeigt, dass Studenten zum Lernen eher die Bibliothek oder ihre Apartments nutzen und ihre Freizeit außerhalb des Objekts verbringen. Das ermöglicht günstigere Mieten für die Apartments“, sagt dagegen Ernst.

Seite 5: Was neben Konzept und Ausstattung noch wichtig ist

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