Anzeige
Anzeige
8. August 2011, 09:56
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

„Preistreibender Wettbewerb bei Wohnimmobilien“

Über die Attraktivität von Wohnimmobilieninvestments für Großinvestoren und Preisblasen sprach Cash.Online mit Christoph Zapp, Geschäftsführer des Investment- und Beratungsunternehmens Pamera Real Estate Partners.

Zapp in „Preistreibender Wettbewerb bei Wohnimmobilien“

Cash.Online: Wie Sie das Interesse an der Wohnimmobilie als Kapitalanlage aus Sicht von Großinvestoren entwickelt?

Zapp: Die Wohnimmobilie ist nach wie vor eine sehr solide Kapitalanlage, wenn man sein Vermögen konservativ und sicherheitsorientiert anlegen will. Die Renditen sind allerdings in Deutschland derzeit unterdurchschnittlich, wenn in Bestandsimmobilien investiert wird. Anders sieht es aus, wenn man sich als Investor an Projektentwicklungen im Wohnungsbereich beteiligt und den Verkauf nach Projektende – also bei Baufertigstellung – anstrebt. Hier sind gerade im jetzigen Marktumfeld durch die stark angestiegenen Preise im Eigentumswohnungsbereich vor allem an den Top-Standorten ohne großes Risiko überdurchschnittliche Renditen erzielbar.

Cash.Online: Sehen Sie aufgrund der verstärkten Aktivitäten von Großinvestoren aus dem In- und Ausland, aber auch aufgrund der wachsenden Zahl von Spezialfonds und geschlossenen Fonds mit Investitionsfokus Wohnimmobilien in Metropolregionen einen preistreibenden Bieterwettbewerb an einigen Wohnungsmärkten? Entstehen in einigen Teilmärkten gar Preisblasen?

Zapp: Absolut. Die verstärkten Aktivitäten institutioneller Investoren sorgen für eine Verknappung von Wohninvestments an den Top-7-Standorten in Deutschland im mittelpreisigen Segment und ab einem Kaufpreisvolumen von circa zehn Millionen Euro und höher. Da die diversen Wohnimmobilien-Fonds meist laufende Ausschüttungen von fünf Prozent per annum und mehr prognostizieren, können sie im Top-Wohnungssegment nicht ankaufen. Dort und bei Kaufpreisen unter der Zehn-Millionen-Euro-Grenze isti es vor allem die Klientel der vermögenden Privatinvestoren, die an Standorten wie München oder Hamburg einen preistreibenden Wettbewerb auslösen. In München zum Beispiel sind Kaufpreisfaktoren für Zinshäuser von über 30-fach – also Anfangsrenditen von 3,3 Prozent und weniger – aktuell immer öfter die Regel als die Ausnahme. Unter Berücksichtigung der Erwerbsnebenkosten und nicht auf die Mieter umlegbarer laufender Betriebskosten erzielt man nur noch Objektrenditen von drei Prozent und weniger.

Seite 2: Welche Strategien die Großanleger fahren

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...