16. Mai 2012, 12:52
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Charme der Altbauten

Denkmalgeschützte Immobilien stehen bei den Anlegern nicht zuletzt wegen der Steuervorteile hoch im Kurs. Für ein erfolgreiches Investment sollten jedoch wichtige Auswahlkriterien nicht vernachlässigt werden.

Denkmalgeschützte Immobilien

Text: Barbara Kösling

Ein historisches Wohnhaus mit ansprechender Stuckfassade und Sprossenfenstern – so sieht die ideale Immobilie aus Sicht vieler Kapitalanleger aus. Und tatsächlich haben sie Möglichkeiten, in solche Objekte zu investieren, denn der Staat fördert die Sanierung denkmalgeschützter Immobilien nach wie vor mit hohen Steuervorteilen. Ohnehin legen die sicherheitsbewussten Deutschen ihr Kapital derzeit in Scharen am Immobilienmarkt an. Davon profitiert auch die Nachfrage nach Denkmalschutzobjekten.

Enorme Nachfrage der Anleger

„Gerade vor dem Hintergrund unsicherer Finanzmärkte gewinnen Immobilien als Geldanlage stark an Bedeutung. Bei den Käufern von denkmalgeschützten Objekten allerdings geben, mehr noch als hohe Miet- und Wertsteigerungspotenziale, die steuerlichen Vorteile den entscheidenden Anreiz zum Immobilienerwerb“, sagt Marc Wiese, Vorstand des Projektentwicklers Sanus AG, Berlin.

„Der allgemeine Boom am Immobilienmarkt ist auch im Bereich Denkmalimmobilien spürbar“, betont Oliver Diethert, Vorstandsvorsitzender der Fellowhome AG, Berlin. Auch Stefan Voges, Vorstand des Leipziger Bauträgers Hansa Real Estate AG, verzeichnet verstärkt Anfragen von Kaufwilligen, die ihr Kapital in Sachwerte investieren wollen. „Allerdings sind Anleger kritischer geworden und suchen intensiv nach nachhaltigen und qualitativ hochwertigen Projekten“, berichtet er.

Neben der klassischen denkmalgeschützten Immobilie, dem Wohnhaus aus der Gründerzeit, setzen die Projektentwickler zunehmend auf außergewöhnliche Objekte. Dazu zählen etwa historische Industrieimmobilien, ehemalige Krankenhäuser oder andere denkmalgeschützte Gebäude. Vor allem in Berlin wurden schon zahlreiche Projekte dieses Zuschnitts verwirklicht.

Die Initiatoren Dirk Germandi und Detlef Maruhn, die 2011 mit dem „Haus Cumberland“ am Kurfürstendamm an den Markt gingen, wagen sich an ein weiteres Großprojekt. Auf dem Gelände des ehemaligen Helios-Klinikums in Berlin-Buch entsteht das “Ludwig Hoffmann Quartier” mit einem Investitionsvolumen von rund 85 Millionen Euro, das unter dem Thema Zusammenleben der Generationen steht. Auf den Wohnanteil entfallen rund 45 Millionen Euro.

In sechs denkmalgeschützten Gebäuden entstehen 220 Eigentumswohnungen mit Flächen zwischen 45 und 119 Quadratmetern. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt mit circa 2.500 Euro pro Quadratmeter auf moderatem Niveau. Auf dem 125.000 Quadratmeter großen Gelände werden zudem ein Kindergarten, eine Grundschule, eine Montessori-Schule und eine Pflegeeinrichtung in den historischen Gebäuden eingerichtet.

Seite zwei:Mit denkmalgeschützten Immobilien von Steuervorteilen profitieren

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