Neubau: Fertighaus-Preise steigen stärker

Einfamilienhäuser in Fertigbauweise haben sich seit der Jahrtausendwende stärker verteuert als konventionelle Neubauten. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts ausgewertet von der LBS. Während Massivhauspreise um 23 Prozent zulegten, kosten neue Fertighäuser heute 31 Prozent mehr noch 2000.

In der europäischen Schuldenkrise setzen die Bundesbürger verstärkt auf Wohneigentum – zur Selbstnutzung, aber auch als Anlageobjekte. Die Zahl der Baugenehmigungen steigt seit vier Jahren kontinuierlich an, wenn auch auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Am häufigsten entstehen neue Wohngebäude nach wie vor in Eigenregie, gefolgt vom schlüsselfertigen Bauen und dem Bau von Fertighäusern.

Im Durchschnitt kosten neue Einfamilienhäuser nach Daten des statistischen Bundesamtes rund 300.000 Euro, Wohnungen schlagen mit 220.000 Euro zu Buche. Bei Bestandsimmobilien bewegen sich die Preise in etwa auf dem Niveau von vor zehn Jahren. Ein gebrauchtes Einfamilienhaus gibt es im Schnitt für 158.000 Euro, eine Wohnung für 105.000 Euro.

Laut Statistischem Bundesamt haben die Preise für Fertighäuser vom Jahr 2000 bis heute am stärksten zugelegt. Sie verteuerten sich um fast ein Drittel. Massivhäuser, die mit Hilfe von Architekten und Bauunternehmen errichtet werden, kosten 23 Prozent mehr als zur Jahrtausendwende. Gründe für die Preisanstiege liegen der Interpretation der Landesbausparkasse LBS zufolge vor allem höhere Arbeits- und Materialkosten sowie die Anhebung der Mehrwertsteuer im Jahr 2007.

(te)

 

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