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20. Februar 2012, 17:21
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Nachhaltige Gebäude: Einheitlicher Standard fehlt

Die Nachhaltigkeit von Gebäuden wird für europäische Immobilieninvestoren nach einer Umfrage von Union Investment immer wichtiger. Oft fehle jedoch ein einheitlicher Bewertungsstandard für die Objekte.

Green-building-bueroturm-shutt 19419952-127x150 in Nachhaltige Gebäude: Einheitlicher Standard fehltImmer mehr Investoren wollen bevorzugt in nachhaltige Objekte investieren. Bei den Beurteilungskriterien gibt es nach einer Studie von Union Investment jedoch weiterhin Unschärfen. Zwar kristallisiere sich in Europa ein Set an Kennzahlen heraus, mit dem die Unternehmen ihre Gebäudebestände auf ökologische Nachhaltigkeitsaspekte hin überprüfen. Eindeutige Beurteilungskriterien meinen jedoch gerade einmal 20 Prozent der europäischen Immobilienprofis in ihren jeweiligen Ländern vorzufinden. Zu diesen Ergebnis kommt eine Befragung von 167 Immobilieninvestoren in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Gegenüber der letztjährigen Umfrage sei dieser signifikant niedrige Wert sogar um fünf Prozentpunkte gefallen.

Stark verändert hat sich laut Union Investment auch das Ranking der wichtigsten Kennzahlen, die Investoren heranziehen. Nach dem Primärenergieverbrauch, den 83 Prozent der Umfrageteilnehmer als „besonders wichtige Kennzahl“ einschätzten, folgt auf Platz zwei die Erfassung der Lebenszykluskosten. Dieser Kennzahl maßen 67 Prozent der Investoren und damit mehr als im Vorjahr (58 Prozent) eine besonders hohe Bedeutung bei. Insbesondere unter den deutschen Immobilieninvestoren (80 Prozent Zustimmung) habe sich das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer aktiven Steuerung und Optimierung der Lebenszykluskosten damit stark entwickelt. In Großbritannien und Frankreich werde diese Kennzahl mit 64 und 46 Prozent Zustimmung noch deutlich geringer taxiert.

Nach den Ergebnissen der Studie erheben 74 Prozent der befragten Immobilienunternehmen die Kennzahlen objektbezogen, 32 Prozent bilden sie nutzungsbezogen ab. Nur in wenigen Fällen (25 Prozent) liegen umfassende Kennzahlen vollständiger Portfolios vor.

Insgesamt 60 Prozent der befragten Investoren kündigten an, künftig deutlich mehr in nachhaltige Immobilien investieren zu wollen. Getragen werde dieser Wert insbesondere von institutionellen Investoren wie Versicherungen und Pensionskassen, die in der Umfrage überproportional starke Investments ankündigten. Die Modernisierung der Immobilienbestände unter nachhaltigen Aspekten hat dabei laut Union Investment in etwa den gleichen Stellenwert eingenommen wie die Neuentwicklung von Green Buildings. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Nicht einmal zehn Prozent der Befragten können davon berichten, dass Banken für nachhaltige Immobilien Sonderkonditionen bei der Kreditvergabe gewähren. (bk)

Foto: Shutterstock

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