25. Juli 2012, 10:28
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bereitschaft zur gewerblichen Immobilienfinanzierung in Deutschland gut

Die gewerbliche Immobilienfinanzierungsbereitschaft in Deutschland im dritten Quartal 2012 ist gut. Das zeigt die erstmalig durch Flatow Advisory Partners (FAP) und das Immobilienforschungsinstitut Bulwien Gesa durchgeführte Befragung zum “FAP-Barometer für gewerbliche Immobilienfinanzierung”.

Bereitschaft zur gewerblichen Immobilienfinanzierung in Deutschland wider Erwarten gutAuf der Skala von minus 15 (Kreditklemme) bis plus 15 (liquider Markt) steht das FAP-Barometer bei dem Wert plus 5,8 (gute Finanzierungsbereitschaft). Die befragten Finanzierer (etablierte Kreditgeber wie Banken und neue wie Versicherer, Kreditfonds oder Versorgungswerke) attestieren dem Markt damit eine gute Versorgung. Die Kreditnachfrage sowie das Kreditneugeschäft werden von den Finanzierungsexperten als gut eingestuft.

Über die Hälfte (54,4 Prozent) der Befragten sehen sich im dritten Quartal 2012 mit einer erhöhten Nachfrage nach gewerblichen Immobilienkrediten konfrontiert. Eine gleichbleibende Nachfrage sehen 41,3 Prozent, während 4,4 Prozent der Panel-Teilnehmer eine sinkende Nachfrage feststellen. Entsprechend zeigt auch die Frage nach dem Neugeschäft ein positives Bild: 53,5 Prozent der befragten Finanzierer schließen derzeit Neugeschäfte ab. Im Vergleich zum Vorquartal ist dieser Wert sogar als ansteigend zu betrachten. 32,6 Prozent erleben ein gleichbleibendes Niveau im Neugeschäft, während 14 Prozent eine sinkende Zahl von Neugeschäften im dritten Quartal 2012 registrieren.

Bereitschaft zur gewerblichen Immobilienfinanzierung in Deutschland wider Erwarten gut

Quelle: FAP/Bulwien Gesa

Das Gros der Kreditvolumen im Neugeschäft liegt dem Barometer zufolge in einem Rahmen von zehn bis 50 Millionen Euro, 64,3 Prozent der neuen Kreditgeschäfte finden auf diesem Niveau statt. 19 Prozent der Neugeschäfte liegen bei einem Kreditvolumen in Höhe von 50 bis 100 Millionen Euro. Volumina von unter 10 Millionen Euro werden bei 16,7 Prozent der Neugeschäfte abgeschlossen; Hauptkreditgeber dieses unteren Segments sind Genossenschaftsbanken und Sparkassen.

Bei Investments im Bestand ist die Finanzierungsbereitschaft demnach von einem klassischen Bild geprägt: Wohnimmobilien werden als risikoärmste Immobilienklasse angesehen und damit am ehesten finanziert. Auf Platz zwei liegen Büroimmobilien, gefolgt von Handelsobjekten. Auf den Rängen vier bis sieben folgen Logistikimmobilien, Hotels, Studentenwohnungen bzw. Serviced Apartments und Sozialimmobilien. Bei Projektentwicklungen zeigt sich ein etwas anderes Bild. Auch hier sind auf den Rängen eins und zwei Wohnungen und Büros als bevorzugte Assetklassen der gewerblichen Immobilienfinanzierung zu nennen, Handelsimmobilien liegen auf Rang drei. Logistikimmobilien und Studentenwohnungen beziehungsweise Serviced Apartments folgen, allerdings sind sie als Projektentwicklung weniger begehrt als Bestandsobjekte. Bei Hotels und Sozialimmobilien ist das Finanzierungsinteresse vergleichsweise gering.

Bereitschaft zur gewerblichen Immobilienfinanzierung in Deutschland wider Erwarten gut

Seite 2: So sehen die Finanzierungsbedingungen aus

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Kfz-Versicherung: Die fairsten Anbieter aus Kundensicht

Für kaum etwas zahlen die Deutschen regelmäßig mehr Geld als für das Autofahren – und ohne guten Versicherungsschutz wird es umso teurer. Doch welche Kfz-Versicherer behandeln ihre Kunden am fairsten?

mehr ...

Immobilien

Kein Frühlingserwachen bei den Wohnimmobilienpreisen

Bereits den dritten Monat in Folge haben sich die Preise für private Wohnimmobilien im bundesdeutschen Durchschnitt laut der aktuellen Auswertung des Europace-Hauspreis-Index EPX für Februar 2019 praktisch nicht verändert. Ist das der Anfang vom Ende steigender Immobilienpreise oder nur eine vergleichsweise lange “Winterstarre”?

mehr ...

Investmentfonds

Kaufen auf Pump legt deutlich zu

Möbel, Küchen, Unterhaltungselektronik – die Verbraucher wollen Produkte aus diesen Segmenten künftig eher in Raten bezahlen als bisher.

mehr ...

Berater

Schwere Zeiten für Social Media?

Für die einen ist es eine wichtige Quelle, um mit Kunden und Fans in Kontakt zu bleiben, für die anderen ist es eher ein kaum zu beherrschendes Medium – Social Media. Neueste Zahlen zeigen eine Veränderung, die so kaum jemand erwartet hätte.

mehr ...

Sachwertanlagen

INP bringt weiteren Pflegeheim- und Kita-Fonds

Die INP-Gruppe aus Hamburg, hat mit dem Vertrieb eines neuen alternativen Investmentfonds (AIF) für Privatanleger begonnen. Fondsobjekte sind Immobilien für alt und jung.

mehr ...

Recht

“Kommt der Brexit, sollte Deutschland aus dem Euro austreten”

Der Brexit ist bedauerlich – aber nicht für die Briten. In einigen Jahren werden sie froh über den EU-Austritt sein. Doch in der aktuellen Diskussion werden ganz andere Probleme übersehen. Denn gerade für deutsche Sparer sind die Auswirkungen verheerend, meint Dr. Holger Schmitz, Schmitz & Partner AG.

mehr ...