Anzeige
29. August 2012, 08:44
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienmarkt: „Unterbewertung bald korrigiert“

Die Trends, Entwicklungen und vermeintliche Gefahr einer Spekulationsblase am deutschen Immobilienmarkt diskutierte Cash. mit Michael Kiefer, dem Leiter Immobilienbewertung bei Immobilienscout24.

Immobilienmarkt

Michael Kiefer, Immobilienscout24

Das Interview führte Thomas Eilrich, Cash.

Cash.: Der Sieger-Standort im Cash.-Gesamtranking aus Immobilien-, Wirtschafts- und Bevölkerungsfaktoren heißt zum dritten Mal in Folge Frankfurt. Was zeichnet den Immobilienmarkt in Mainhattan aus?

Kiefer: Frankfurt punktet mit einer erfolgreichen Stadt- und Wirtschaftsentwicklung sowie einer guten demografischen Struktur. Das sorgt für Nachhaltigkeit und Stabilität auf dem Frankfurter Immobilienmarkt.

Hier trifft eine hohe Nachfrage auf ein überschaubares Angebot im Miet- und Kaufbereich. Das lässt Preise und Mieten steigen. Weil es nur sehr wenig Baulandreserven gibt, wird sich an dieser Situation mittel- bis langfristig nichts ändern.

Cash.: In diesem Jahr befinden sich unter den Immobilienmarkt-Top Ten bis auf Köln alle Metropolmärkte des Landes. Vorn platziert sind zudem Wiesbaden und Mainz. Potsdam ist der Aufsteiger des Jahres in die Top Ten. Am Ende des Rankings liegen die ostdeutschen Standorte sowie – mit Ausnahme von Dortmund – die Städte des Ruhrgebiets und Schleswig-Holsteins. Wie interpretieren Sie das Ergebnis?

Kiefer: Die Top-Platzierung der Metropolen war zu erwarten. Die Menschen wollen heute zurück in die Stadt, näher bei der Arbeit wohnen, Kultur und Einkaufsmöglichkeiten problemlos erreichen.

Dabei gilt: Je größer die Stadt, desto besser. Das spiegelt sich in den Zuzugszahlen dieser Städte wider. Mit diesem hohen Nachfragedruck kann die Neubautätigkeit vor Ort nicht mithalten, da städtisches Bauland begrenzt ist. Wir haben hier klassische Verkäufermärkte.

Am Kölner Immobilienmarkt hingegen gibt es Licht und Schatten: Es gibt zwar sehr gute Stadtteile, aber auch sehr problematische Viertel, die die Preise insgesamt etwas nach unten drücken. In Bonn, Wiesbaden und Mainz sprechen die stabilen Wirtschafts- und Bevölkerungszahlen ebenfalls langfristig für eine positive Entwicklung. Und Potsdam ist auf dem besten Weg, das neue „Starnberger See“ zu werden – gleich hinter der Hauptstadt.

Potsdam punktet vor allem mit einer guten Verkehrsanbindung und einem sehr ansprechenden landschaftlichen Umfeld. Vor dem Hintergrund der Probleme vieler Städte des Ruhrgebietes zeigt sich, dass wir im Immobilienmarkt kein West-Ost-Gefälle haben. Vielmehr kämpfen auch immer mehr Regionen in den alten Bundesländern mit den Folgen des Strukturwandels, die sich auch in den Immobilienmärkten niederschlagen.

Cash.: Die höchsten Mietrenditen finden sich mit über fünf Prozent zumeist in den in der zweiten Hälfte des 40-Städte-Rankings positionierten Märkte. Welches Renditeniveau halten Sie für Anleger an nachhaltig stabilen Immobilienmärkten derzeit für erzielbar?

Seite zwei: Hohe Nachfrage trifft auf geringes Angebot

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Kfz-Versicherung: Die Anbieter mit dem besten Kundenservice

Bei welchem Anbieter von Kfz-Versicherungen erleben die Kunden in Deutschland den besten Kundenservice? Unter anderem zu dieser Frage liefert eine aktuelle Untersuchung des Kölner Analysehauses Servicevalue die Antwort.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Privatbank kündigt Riester-Sparpläne

Die Hamburger Privatbank Donner & Reuschel, eine Tochter von Signal Iduna, hat 130 Kunden mit einem Riester-Sparplan nahegelegt, in eine andere Riester-Versicherung des Iduna-Konzerns zu wechseln. Kunden, die dieses Angebot ablehnten, kündigte die Bank außerordentlich. Dies meldet das Wirtschaftsmagazin “Capital”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD-Umsetzung: Gut gemeint ist nicht gut gemacht

Das deutsche Umsetzungsgesetz zur IDD ist verabschiedet und tritt im Februar 2018 in Kraft. Trotzdem sind noch diverse Aspekte unklar. Es liegt noch eine Menge Arbeit vor allen Beteiligten, um die IDD-Umsetzung handhabbar und zu einem Erfolg zu machen.

mehr ...