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29. Februar 2012, 15:48
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Bestandsimmobilien mit Preisanstiegen

Die Dynamik auf dem deutschen Wohnungsmarkt nimmt nach Angaben der Immobilienmakler von LBS und Sparkassen weiter zu. Die Preise für Eigentumswohnungen aus dem Bestand sind demnach im Jahr 2011 um acht Prozent geklettert.

Altbau7-neubau-koeln-shutt 46009645-127x150 in Bestandsimmobilien mit PreisanstiegenDies geht aus der Analyse der Objektverkäufe hervor, die von den zugehörigen Maklergesellschaften vermittelt wurden. Neben den Eigentumswohnungen verteuerten sich auch gebrauchte Eigenheime, der Zuwachs lag gegenüber dem Vorjahr bei fünf Prozent.

“Mit Preisblasen hat das aber überhaupt nichts zu tun”, so LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm. “Denn die Preise sind damit immer noch niedriger als im Jahre 2000.”

 Die zehn Maklergesellschaften, an denen die Landesbausparkassen beteiligt sind, haben im abgelaufenen Jahr über 34.000 Immobilien absetzen können, neun Prozent mehr als im Vorjahr. Der Löwenanteil entfiel dabei auf die über 15.000 Einfamilien-häuser und gut 12.000 Eigentumswohnungen. “Aber auch der Anstieg von knapp acht Prozent bei den vermittelten Baugrundstücken zeigt, wie stark die Nachfrage nach zusätzlichen Angeboten wieder geworden ist”, ergänzt Hamm.

Zur Zeit konzentriere sich das Interesse breiter Erwerberschichten aufgrund der nach wie vor zu geringen Neubautätigkeit auf gebrauchte Objekte. “Sie finden vor allem wegen der immer noch recht günstigen Einstiegspreise ihre Käufer”, erläutert Hamm. Eigenheime aus dem Bestand hätten bei den Vermittlern von LBS und Sparkassen im Jahr 2011 im Durchschnitt gut 156.000 Euro gekostet. Das sei nur wenig mehr als die Hälfte der Neubaupreise von durchschnittlich 298.000 Euro. Bei Eigentumswohnungen sei der Abstand ähnlich groß, dort stehe den durchschnittlich knapp 100.000 Euro für Gebrauchtobjekte ein Mittel von 185.000 Euro für neue Eigentumswohnungen gegenüber. “Neubauten sind auch deswegen im Schnitt teurer, weil sie immer stärker in den großen Ballungsräumen entstehen”, erklärt der LBS-Sprecher.

Allerdings mache sich der Preisanstieg nach Jahren der Stabilität oder leichter Rückgänge auch bei den Bestandsobjekten bemerkbar, wie die Zahlen zeigten. Dabei gebe es zum Teil spürbare regionale Unterschiede. “Insgesamt ist das aber eine gesunde Aufholentwicklung”, betont Hamm. Denn unter dem Strich seien die Preise noch immer niedriger als etwa die Werte des Jahres 2000.

Der genauere Blick zeigt nach Angaben des LBS-Sprechers, dass hierzulande die Zeichen für eine weitere Aufwärtsentwicklung bei der Immobiliennachfrage günstig sind: Nach wie vor finde man historisch gute Finanzierungsbedingungen vor. Die Immobilie gelte zudem gerade jetzt als attraktive, sichere Anlage und sei eine beliebte Altersvorsorge. Hinzu komme, dass die Beschäftigungs- und Einkommensperspektiven von den Menschen nach wie vor positiv eingeschätzt würden. Zudem sei das Angebot noch relativ breit und preisgünstig. “Wenn die Finanzierung nicht oder nur wenig mehr kostet als eine vergleichbare Miete, dann ist das nicht nur für Kapitalanleger, sondern auch für Durchschnittsverdiener, die sich für eigene vier Wände interessieren, ein ganz starkes Kaufsignal”, so Hamm. (bk)

Foto: Shutterstock

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